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Was wir genau sagen
Die EU erzeugte 2020 rund 6,95 Millionen Tonnen Textilabfall, etwa 16 Kilogramm pro Person, von denen 4,4 Kilogramm getrennt gesammelt wurden; die Erfassungsquote lag im Schnitt bei 12 Prozent, in Luxemburg und Belgien bei 50 Prozent. Von 1,95 Millionen Tonnen getrennt gesammelter Textilien wurden nur 1,41 Millionen Tonnen innerhalb der EU behandelt, die Differenz geht wahrscheinlich in den Export. Die Aufnahmekapazität für gebrauchte Textilien schätzt die Europäische Umweltagentur auf rund 1,5 Millionen Tonnen im Jahr, und Sortieren ist Handarbeit, die sich eher bei niedrigen Lohnkosten rechnet.
Die Redaktion führt diesen Wortlaut als aktuell. Ob und in welchem Umfang er geprüft wurde, steht bei den dokumentierten Prüfungen.
Grenzen der Aussage
Alle Mengen beziehen sich auf 2020, also vor der Pflicht zur Getrenntsammlung. Die 1,5 Millionen Tonnen formuliert das Briefing als Lagerkapazität im Abschnitt zu Sortierkapazitäten; dass Sammlung schneller wächst als Sortierung, ist unsere Folgerung aus diesen Zahlen.
Quellen und Belege
Belegt durch eine Quelle. Die Anzahl beschreibt den Belegweg, nicht seine Qualität.
Stützt
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Beleg aus der Quelle
Die EU erzeugte 2020 rund 6,95 Millionen Tonnen Textilabfall, etwa 16 Kilogramm pro Person, davon wurden nur 4,4 Kilogramm getrennt gesammelt und 11,6 Kilogramm landeten im Restmüll; die durchschnittliche Erfassungsquote lag bei 12 Prozent. Getrennt gesammelt wurden 1,95 Millionen Tonnen, innerhalb der EU behandelt aber nur 1,41 Millionen Tonnen, die Differenz geht mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Export. Die jährliche Sortierkapazität der EU wird auf rund 1,5 Millionen Tonnen geschätzt, 17 Textilrecyclingunternehmen wollten bis 2025 zusammen 1,25 bis 1,3 Millionen Tonnen Fasern jährlich verarbeiten, davon 1 Million Tonnen mechanisch und 250.000 Tonnen chemisch, und die meisten recycelten Fasern werden zu Putzlappen oder Dämmmaterial heruntergestuft; eine offene Datenbank listet über 50 Betriebe für Faser-zu-Faser-Recycling, ein Teil davon in der Pilotphase. Seit 2025 müssen die EU-Mitgliedstaaten Alttextilien getrennt sammeln, wobei die Agentur steigende Mengen bei sinkender Qualität erwartet, was den Anreiz zur Wiederverwendung verringert; Wiederverwendung ist ökologisch die bessere Option als Recycling, und die Berichterstattung über die Vorbereitung zur Wiederverwendung ist bislang freiwillig.
Quelle und Quelleninhalt: Europäische Umweltagentur: Management of used and waste textiles in Europe's circular economy (Briefing 03/2024) · Original öffnen (eea.europa.eu)
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Beleg aus der Quelle
Die Erfassungsquote für Textilabfall lag in Luxemburg und Belgien bei je 50 Prozent, in den Niederlanden bei 37 und in Österreich bei 30 Prozent, während der europäische Durchschnitt 12 Prozent betrug.
Quelle und Quelleninhalt: Europäische Umweltagentur: Management of used and waste textiles in Europe's circular economy (Briefing 03/2024) · Original öffnen (eea.europa.eu)
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Beleg aus der Quelle
Im Abschnitt zu Sortierkapazitäten schätzt die Agentur, dass die EU jährlich rund 1,5 Millionen Tonnen gebrauchter Textilien und Textilabfälle aufnehmen kann (im englischen Original als Lagerkapazität formuliert). Sortieren ist arbeitsintensiv, geschieht meist von Hand und rechnet sich eher in Ländern mit niedrigeren Lohnkosten.
Quelle und Quelleninhalt: Europäische Umweltagentur: Management of used and waste textiles in Europe's circular economy (Briefing 03/2024) · Original öffnen (eea.europa.eu)
Dokumentierte Prüfungen
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Die Mengen stammen aus einem Briefing der Europäischen Umweltagentur und beschreiben das Jahr 2020. Die Kapazitätszahl ist dort als Lagerkapazität benannt, nicht ausdrücklich als Sortierleistung.
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