Handcreme
Handcreme pflegt und schützt die beanspruchte Handhaut, die durch häufiges Waschen, Kälte und Trockenheit ihr Lipidgleichgewicht verliert. Naturkosmetische Formeln kombinieren Pflanzenöle mit Glycerin.
Worauf du beim Kauf achten solltest
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01
Frei von Mineralölen
Petrolatum, Paraffinum Liquidum und Cera Microcristallina sind preiswerte Füllstoffe in konventionellen Handcremes. Sie verschließen die Haut, ohne sie zu pflegen. Naturkosmetik-Standards verbieten Mineralöle. Bei häufigem Händewaschen sind echte Pflegekomponenten besonders wichtig.
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02
Pflegeöle und Lipide
Sheabutter, Argan-, Mandel- und Jojobaöl sind die hochwertigsten Pflegekomponenten. Bei intensiver Beanspruchung (Pflegeberufe, Gärtnerei) auf reichhaltige Buttercremes mit hohem Sheabutter-Anteil setzen. Für den Alltag reichen leichtere Lotionen mit Jojobaöl, die schneller einziehen.
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Glycerin oder Urea
Glycerin pflanzlichen Ursprungs zieht Feuchtigkeit aus der Umgebung in die Haut. Urea (5 bis 10 %) ist besonders wirksam bei stark trockener Haut, kommt aus Pflanzenfermentation oder synthetisch (in Naturkosmetik nur fermentiert zugelassen). Beide Wirkstoffe sollten in den ersten zehn INCI-Plätzen stehen.
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04
Mit oder ohne Bienenwachs
Bienenwachs (Cera Alba) bildet eine schützende Schicht und ist klassisches Strukturelement. Vegane Handcremes nutzen stattdessen Candelillawachs oder Carnaubawachs. Beide bieten Schutz, Bienenwachs gilt als angenehmer im Hautgefühl. Vegan-Zertifizierung gibt Klarheit bei der Wahl.
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05
Frei von Palmöl-Derivaten
Palm Oil, Palmate, Sodium Palmate, Glyceryl Palmitate sind häufige Inhaltsstoffe. Wer Palmöl meiden möchte, achtet auf RSPO-Zertifizierung oder „palmölfrei“. Naturkosmetik nutzt Palmöl oft, achtet aber auf RSPO. Pure Pflanzenöle (Olive, Jojoba, Mandel) sind die Alternative für Palmöl-Verweigerer.
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06
Tube oder Tiegel
Tuben sind hygienischer (kein Finger-Bakterien-Kontakt), Tiegel mit Spatel sind eine Alternative. Glas und Aluminium sind nachhaltiger als Plastik. Für unterwegs sind kleine Tuben praktisch, zu Hause Großgebinde ergiebiger und weniger Verpackungsmüll.
Empfohlene Marken
Diese DACH-Marken erfüllen die Kriterien aus der Kaufberatung.
- Weleda CH Schweizer Klassiker, NATRUE und Demeter, Skin-Food-Linie und Sanddorn-Handcreme
- Dr. Hauschka DE Anthroposophische Naturkosmetik, klassische Handcreme mit Quitten-Extrakt
- lavera DE NATRUE-zertifiziert, breit verfügbar, ergiebige Handcremes für jeden Hauttyp
- SANTE Naturkosmetik DE NATRUE und vegan, hochwertige Handcremes mit Bio-Pflanzenölen
- Martina Gebhardt DE Demeter-Pionierin aus Bayern, reichhaltige Handcremes in Glastiegeln
- i+m Naturkosmetik DE Berlin, COSMOS Organic, vegan, plastikreduzierte Verpackung
- Primavera Life DE Allgäuer Spezialist, Handcremes mit hochwertigen ätherischen Ölen
Hände werden täglich mehrfach gewaschen, was die schützende Hautbarriere schwächt. Eine gute Handcreme stellt diese Barriere wieder her: Humektantien wie Glycerin ziehen Wasser an die Oberfläche, Okklusiva wie Sheabutter oder Bienenwachs bilden eine schützende Schicht, die Feuchtigkeit einschließt. Naturkosmetische Handcremes verwenden Glycerin pflanzlichen Ursprungs und keine petrochemischen Mineralöle.
Typische pflegende Öle sind Sheabutter, Jojobaöl, Olivenöl und Mandelöl. Für intensive Regeneration bei rissiger Haut kommen Urea in Konzentrationen von 5 bis 10 Prozent sowie Panthenol und Allantoin hinzu. Handcremes für den Berufsalltag sollten schnell einziehen, leichtere Öle wie Jojobaöl eignen sich dafür besser als reichhaltige Sheabutter.
Aus Nachhaltigkeitssicht lohnt der Griff zu Produkten in Glas- oder Metallverpackungen sowie zu Großgebinden. Wer auf Palmöl-Derivate verzichten möchte, sollte RSPO-zertifizierte oder palmölfreie Produkte wählen.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich Handcreme auftragen?
Nach jedem Händewaschen, mindestens aber drei- bis fünfmal täglich. Im Winter und bei stark beanspruchter Haut häufiger. Vor dem Schlafengehen reichhaltig auftragen, idealerweise mit Baumwoll-Handschuhen über Nacht für intensive Regeneration.
Reichhaltig oder leicht?
Im Beruf (Tastatur, Maus) leichte Lotionen mit Jojobaöl, die schnell einziehen und keine Spuren hinterlassen. Zu Hause oder vor dem Schlafen reichhaltige Buttercremes mit Sheabutter für intensive Pflege. Wer rissige, gerötete Hände hat, greift zu Urea-Cremes (5 bis 10 %) und Allantoin.
Mit oder ohne Bienenwachs?
Bienenwachs (Cera Alba) bildet eine angenehme Schutzschicht und ist klassisches Pflegeelement. Vegane Alternativen (Candelillawachs, Carnaubawachs) haben ähnliche Wirkung. Wer Veganismus konsequent lebt oder gegen Bienenprodukte allergisch ist, wählt vegane Cremes mit klarer Deklaration.
Was hilft bei rissigen oder eingerissenen Händen?
Reichhaltige Cremes mit Urea (5 bis 10 %), Panthenol und Allantoin zur Regeneration. Über Nacht mit Baumwollhandschuhen einwirken lassen. Bei sehr starken Rissen kurzzeitig Wund- und Heilsalbe (Bepanthen oder ähnlich) verwenden, dann auf Naturkosmetik-Pflege umsteigen. Hände mit milden, sulfatfreien Seifen waschen, nicht zu heiß.
Brauche ich verschiedene Handcremes für Sommer und Winter?
Im Winter intensivere Pflege mit höherem Lipid-Anteil (Sheabutter, Bienenwachs) gegen Heizungsluft und Kälte. Im Sommer reichen leichte Cremes mit Aloe vera oder Glycerin, dafür konsequenter UV-Schutz, weil Hände viel UV-Strahlung abbekommen. Wer nur eine Creme nutzt, wählt eine ausgewogene mittlere Reichhaltigkeit.
Auch bekannt als
- Handlotion
- Hand Cream
- Handpflege
- Handpflegecreme