Gesichtsgel
Gesichtsgel ist eine wasserbasierte Pflege ohne Fettphase, häufig mit Aloe-vera-Saft, Hyaluronsäure oder Glycerin als Feuchtigkeitsbinder. Es zieht schnell ein und eignet sich für fettige Haut, Mischhaut und gereizte Haut nach Sonne oder Rasur.
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Ein Gesichtsgel arbeitet ohne Fettphase. Statt Öl und Emulgator besteht es aus Wasser oder Pflanzensaft, einem Geliermittel und Feuchtigkeitsbindern wie Glycerin oder Hyaluronsäure. Diese Stoffe halten Wasser in der Hornschicht, wo die Feuchtigkeit sonst über den transepidermalen Wasserverlust verdunstet. Weil die Fettphase fehlt, bleibt kein Film auf der Haut zurück, das Gel zieht schnell ein und beschwert nicht. Für fettige Haut und Mischhaut ist das oft angenehmer als eine reichhaltige Creme.
Der häufigste Gelträger in der Naturkosmetik ist Aloe-vera-Saft. Ein Review zu Aloe vera beschreibt Vitamine, Enzyme, Mineralstoffe, Zucker, Lignin, Saponine und Anthrachinone als Inhaltsstoffe und dokumentiert Wirkungen auf Kollagensynthese, Entzündungsgeschehen und Wundheilung. Dieselbe Arbeit weist auf Hautreizungen und allergische Reaktionen als mögliche Nebenwirkungen hin, ein Gel mit hohem Aloe-Anteil ist also nicht automatisch für jede Haut geeignet. Wer sehr trockene Haut hat, kommt mit einem Gel allein selten aus: Feuchtigkeitsbinder ziehen Wasser an, halten es ohne Lipidschicht darüber aber schlechter. Dann ist die Kombination aus Gel und darüber aufgetragenem Öl oder einer Creme sinnvoller.
Abgrenzung zu den benachbarten Produkttypen: Die Gesichtscreme ist eine Emulsion mit Wasser- und Fettphase, das Gel hat nur die Wasserphase. Ein Serum ist ebenfalls wasserbasiert, aber ein hochkonzentriertes Wirkstoffprodukt in kleiner Menge, während ein Gel flächig als Pflegeschicht aufgetragen wird. Toner und Rosenwasser bleiben flüssig und werden vor der Pflege eingesetzt, nicht als Pflege selbst. Gele, die abgespült werden, gehören zur Gesichtsreinigung.
Auch bekannt als
- Aloe-Vera-Gel
- Feuchtigkeitsgel
- Hydrogel
- Face Gel
- Gel-Pflege