Gesichtscreme
Gesichtscreme ist eine Pflegeemulsion, die Feuchtigkeit spendet und die Hautbarriere stärkt. Naturkosmetische Gesichtscremes verzichten auf synthetische Polymere, PEG-Emulgatoren und Mineralöle.
Worauf du beim Kauf achten solltest
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Pflanzliche Emulgatoren
PEG-Emulgatoren (PEG-100 Stearate, Ceteareth-20) machen die Hautbarriere durchlässiger für Fremdstoffe und stammen aus der Petrochemie. Pflanzliche Alternativen wie Glyceryl Stearate, Lecithin oder Zuckerester (Cetearyl Glucoside) sind in zertifizierter Naturkosmetik Standard.
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02
Frei von Mineralölen
Paraffinum Liquidum, Petrolatum und Cera Microcristallina sind preiswerte Füllstoffe aus fossilen Rohstoffen. Sie verschließen die Haut wie ein Film und können MOAH-Verunreinigungen enthalten. In zertifizierter Naturkosmetik komplett ausgeschlossen, in konventionellen Produkten oft Hauptbestandteil.
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03
Pflegeöle passend zum Hauttyp
Trockene Haut profitiert von reichhaltigen Ölen wie Argan, Avocado oder Sheabutter. Mischhaut und unreine Haut vertragen leichte Öle wie Jojoba oder Hagebuttenkern besser. Reife Haut braucht antioxidative Öle wie Granatapfel, Sanddorn oder Schwarzkümmel. Die Pflanzenöle sollten in den ersten zehn INCI-Plätzen stehen.
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04
Aktivwirkstoffe sinnvoll dosiert
Hyaluronsäure (Sodium Hyaluronate) bindet Feuchtigkeit, Bakuchiol ist die pflanzliche Retinol-Alternative für reife Haut, Niacinamid wirkt entzündungshemmend. Hochwertige Cremes nennen Konzentrationen oder zumindest klare Wirkmechanismen, bei vagen Marketing-Begriffen wie „Anti-Aging-Komplex“ ist Skepsis angebracht.
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05
Pflanzliche Konservierung
Parabene und Phenoxyethanol sind in Naturkosmetik verboten. Pflanzliche Alternativen sind Benzylalkohol, Rosmarinextrakt, Salbeiextrakt oder Sorbinsäure. Bei sehr empfindlicher Haut kann Benzylalkohol selten reizen, dann lieber zu Produkten mit reinem Konservierungs-Schutz aus ätherischen Ölen greifen.
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Verpackung und Haltbarkeit
Glas und Aluminium sind dauerhaft und gut recycelbar. Airless-Spender schützen empfindliche Aktivstoffe vor Oxidation und verlängern die Haltbarkeit nach Anbruch. Tiegel sind hygienischer mit kleinem Spatel als mit dem Finger anzuwenden. Refill-Systeme bieten erst wenige Marken, das Angebot wächst.
Empfohlene Marken
Diese DACH-Marken erfüllen die Kriterien aus der Kaufberatung.
- Weleda CH Schweizer Klassiker, NATRUE und Demeter, breite Auswahl von Iris bis Granatapfel-Linie
- Dr. Hauschka DE Anthroposophische Naturkosmetik aus Eckwälden, Demeter-Rohstoffe und rhythmisierte Herstellung
- Annemarie Börlind DE Schwarzwälder Familienunternehmen, NATRUE-zertifiziert, anspruchsvolle Anti-Aging-Linien
- Susanne Kaufmann AT Bregenzerwald, Premium-Naturkosmetik nach Spa-Tradition, COSMOS-zertifiziert
- Martina Gebhardt DE Demeter-Pionierin aus Bayern, Slow-Cosmetics mit handwerklicher Herstellung in kleinen Chargen
- Primavera Life DE Allgäuer Spezialist für ätherische Öle und naturreine Pflegeprodukte, NATRUE-zertifiziert
- LOGONA Naturkosmetik DE NATRUE-Mitgründerin aus Salzhemmendorf, breite Pflegelinien für jeden Hauttyp
Gesichtscremes sind Emulsionen aus einer Wasser- und einer Ölphase. Die Zusammensetzung der Ölphase bestimmt das Pflegeprofil: Leichte Öle wie Jojobaöl oder Hagebuttenkernöl eignen sich für Mischhaut, reichhaltigere Öle wie Arganöl, Sheabutter oder Avocadoöl für trockene Haut. Für reife Haut kommen zunehmend Hyaluronsäure und pflanzliche Retinol-Alternativen wie Bakuchiol zum Einsatz.
In COSMOS- und NATRUE-zertifizierten Produkten kommen ausschließlich pflanzliche Emulgatoren zum Einsatz: Glyceryl Stearate, Lecithin aus Sonnenblumen oder Zuckerester wie Cetearyl Glucoside. PEG-Emulgatoren aus der Petrochemie sind verboten. Pflanzliche Konservierungsstoffe wie Benzylalkohol, Rosmarin- oder Salbeiextrakt ersetzen Parabene und Phenoxyethanol.
Synthetische Duftstoffe (erkennbar an Parfum in der INCI-Liste), filmbildende Silikone und ethoxylierte Emulgatoren (erkennbar an PEG oder -eth- im INCI-Namen) können die Haut sensibilisieren oder durchlässiger für Fremdstoffe machen. Zertifizierte Naturkosmetik schließt diese Substanzklassen aus. Mineralöle (Paraffinum Liquidum, Petrolatum, Cera Microcristallina) verschließen die Haut wie ein Film und kommen aus fossilen Rohstoffen, sie sind in Naturkosmetik ebenfalls verboten.
Häufige Fragen
Brauche ich wirklich eine Tagescreme und eine Nachtcreme?
Nicht zwingend. Tagescremes sind oft leichter formuliert und enthalten manchmal UV-Filter oder Antioxidantien gegen Umweltstress. Nachtcremes sind reichhaltiger und unterstützen die nächtliche Hauterneuerung. Wer mit einer ausgewogenen Tagescreme gut zurechtkommt, kann sie auch nachts verwenden. Für reife oder trockene Haut macht eine reichhaltigere Nachtpflege oft den größten Unterschied.
Wann reichhaltige, wann leichte Creme?
Reichhaltige Cremes mit Sheabutter, Avocado- oder Mandelöl sind ideal für trockene, gespannte Haut, im Winter oder für reife Haut. Leichte Cremes mit Jojoba- oder Hagebuttenkernöl eignen sich für Mischhaut, fettige Haut oder im Sommer. Wichtigster Indikator: Wie fühlt sich die Haut zwei Stunden nach dem Eincremen an? Spannungsgefühl heißt zu wenig, glänzend-ölig heißt zu viel.
Was bedeutet „frei von Mineralöl“?
Mineralöle (Paraffinum Liquidum, Petrolatum, Cera Microcristallina) stammen aus Erdöl-Raffinerien und sind preiswerte Füllstoffe in konventioneller Kosmetik. Sie verschließen die Haut wie ein Film und können MOAH-Verunreinigungen enthalten, die als potenziell krebserregend gelten. Naturkosmetik-Standards verbieten Mineralöle, der Hinweis „frei von Mineralöl“ steht oft auf der Packung.
Brauche ich verschiedene Cremes für Sommer und Winter?
Empfehlenswert ja: Im Winter braucht die Haut reichhaltigere Pflege gegen Heizungsluft und Kälte. Im Sommer reicht meist eine leichtere Creme, dafür aber konsequenter UV-Schutz mit eigener Sonnencreme. Wer nur ein Produkt nutzen möchte, wählt eine ausgewogene Creme mit mittlerer Reichhaltigkeit und ergänzt im Winter mit Pflegeöl, im Sommer mit Hydrolat.
Reicht eine Gesichtscreme oder brauche ich auch ein Serum?
Für eine Basis-Pflege reicht eine gute Gesichtscreme aus. Seren sind konzentrierter und liefern Aktivwirkstoffe (Hyaluronsäure, Vitamin C, Niacinamid) tiefer in die Haut, sie kommen vor der Creme zum Einsatz. Bei spezifischen Hautanliegen wie Pigmentflecken, Linien oder Unreinheiten lohnt das Serum, sonst ist es ein optionaler Schritt.
Auch bekannt als
- Tagescreme
- Nachtcreme
- Feuchtigkeitscreme
- Face Cream