Vitamin B3
Vitamin B3 ist ein wasserlösliches Vitamin, das in zwei Formen vorkommt: als Niacin (Nikotinsäure) und als Niacinamid (Nicotinamid). In der Hautpflege ist die Niacinamid-Form relevant: sie verfeinert Poren, mildert Hyperpigmentierung und stärkt die Hautbarriere.
Vitamin B3 ist ein wasserlösliches B-Vitamin und existiert in zwei chemisch verwandten, aber funktional unterschiedlichen Formen: Niacin (Nikotinsäure) und Niacinamid (Nicotinamid). In der Ernährung liefern Hülsenfrüchte, Fleisch, Fisch, Erdnüsse und Vollkornprodukte Vitamin B3. Der Körper kann es auch aus der Aminosäure Tryptophan synthetisieren. Für die Haut ist topisch aufgetragenes Niacinamid (INCI: Niacinamide) der relevante Wirkstoff: nicht Niacin, das in der Haut zu Rötungen (Flush) führen kann.
Niacin und Niacinamid unterscheiden sich trotz gemeinsamer Vitamin-B3-Zugehörigkeit erheblich in ihrer Wirkung auf die Haut: Niacin erweitert Kapillaren und löst einen sogenannten Niacin-Flush aus: temporäre Rötungen und Kribbeln. Niacinamid wirkt dagegen entzündungshemmend, reguliert die Talgproduktion, erhöht die Ceramid-Synthese in der Epidermis und hemmt die Übertragung von Melanosomen von Melanozyten auf Keratinozyten. Letzteres erklärt die aufhellende Wirkung gegen Hyperpigmentierung. Eine klinische Studie (Draelos et al., 2005) zeigte, dass 2 % Niacinamid die Talgausscheidung nach vier Wochen signifikant senkt.
Als Nahrungsquelle sind neben Fleisch und Fisch auch Hülsenfrüchte, Pilze und Vollkornprodukte reich an Vitamin B3. Ein Mangel ist in der westlichen Ernährung selten, kann jedoch zu Pellagra führen: einer Erkrankung mit Dermatitis, Diarrhö und Demenz. In der Kosmetik ist Niacinamid in Konzentrationen von 2 bis 10 % wirksam und gilt als außergewöhnlich gut verträglich, auch auf empfindlicher Haut. Da er biotechnologisch hergestellt werden kann, ist er in manchen Naturkosmetik-Standards (COSMOS) zugelassen.
Auch bekannt als
- Niacin
- Niacinamid
- Nicotinamid
- Nicotinamide
- Nikotinsäure