Trockene Haut
Trockene Haut ist ein Hauttyp, bei dem die Talgdrüsen weniger Sebum produzieren und die Haut daher weniger gut mit natürlichen Fetten versorgt ist. Sie fühlt sich oft rau, schuppig und gespannt an und neigt zu früher Faltenbildung.
Trockene Haut entsteht, wenn die Talgdrüsen zu wenig Sebum ausschütten oder wenn der natürliche Feuchtigkeitsfaktor (Natural Moisturizing Factor, NMF) der Haut geschwächt ist. Der NMF besteht aus wasserbindenden Substanzen wie Aminosäuren, Milchsäure und Harnstoff (Urea), die im Stratum corneum Wasser halten. Fehlen diese oder ist die Lipidbarriere gestört, verdunstet Wasser aus der Haut (transepidermaler Wasserverlust), was zu Spannungsgefühl, Schuppigkeit und Rauheit führt. Äußere Faktoren wie trockene Heizungsluft, häufiges Duschen oder aggressive Reinigungsprodukte verstärken das Problem.
Im Unterschied zu dehydrierter Haut: einem vorübergehenden Zustand durch Feuchtigkeitsmangel, der jeden Hauttyp betreffen kann: ist trockene Haut ein genetisch bedingter Typ mit dauerhaft reduzierter Talgproduktion. Mit zunehmendem Alter produzieren die Talgdrüsen weniger Sebum, weshalb trockene Haut häufiger ab dem 40. Lebensjahr auftritt. Hormonschwankungen, etwa in der Menopause, verstärken diesen Effekt.
Trockene Haut profitiert von reichhaltigen Emollientien und Okklusiva, die Feuchtigkeit einschließen: pflanzliche Öle (Mandelöl, Rosehip), Sheabutter, Ceramide und Glycerin gehören zu den wirksamsten Inhaltsstoffen. Hyaluronsäure allein reicht bei lipidtrockener Haut nicht aus: sie bindet zwar Feuchtigkeit, braucht aber einen lipidreichen Abschluss. Milde, seifenfreie Reinigungsprodukte schonen die Barriere. Naturkosmetische Produkte nutzen häufig Bienenwachs oder pflanzliche Wachse als Okklusiva.
Auch bekannt als
- Dry Skin
- Xerodermie
- sebostasische Haut
- lipidtrockene Haut