Stearin
Fettsäuregemisch aus Stearin- und Palmitinsäure, das zur Kerzenherstellung eingesetzt wird. Gewonnen aus pflanzlichen Ölen (vor allem Palmöl) oder tierischen Fetten.
Stearin ist kein Wachs im chemischen Sinne, sondern ein Gemisch aus Fettsäuren, hauptsächlich Stearin- und Palmitinsäure. Es entsteht durch Hydrolyse von tierischen oder pflanzlichen Fetten. Im Kerzenhandel werden die Begriffe Stearin und Stearinkerze oft synonym verwendet, obwohl handelsübliches Kerzenstearin meist aus Palmöl gewonnen wird.
Der Schmelzpunkt von Stearin liegt je nach Zusammensetzung zwischen 60 und 70 Grad Celsius, höher als bei den meisten anderen Kerzenwachsen. Das macht Stearinkerzen besonders formstabil, auch bei Wärme. Gegenüber Paraffin, das aus Erdöl hergestellt wird, gilt Stearin als biologisch abbaubar und nachwachsend.
Der wichtigste Kritikpunkt betrifft die Rohstoffquelle: Pflanzliches Stearin stammt überwiegend aus Palmöl aus Südostasien, dessen Anbau mit Regenwaldzerstörung und dem Verlust von Artenvielfalt verbunden ist. Tierisches Stearin wird aus Rind- oder Schweinefett gewonnen und ist damit weder vegan noch für alle Konsumenten geeignet. Wer beides vermeiden möchte, greift besser zu Stearin aus Rapsöl oder Kokosöl, oder wählt Alternativen wie Rapswachs oder Candelillawachs.
Auch bekannt als
- Stearinsäure
- Tristearin