Sodium Lauryl Sulfate

Sodium Lauryl Sulfate (SLS) ist ein aggressives anionisches Tensid, das in Shampoos und Reinigungsprodukten als Schaumbildner eingesetzt wird. Es kann die natürliche Lipidbarriere der Kopfhaut stören und gilt als das reizendste der gängigen Sulfat-Tenside.

Sodium Lauryl Sulfate (INCI: Sodium Lauryl Sulfate, kurz SLS) ist ein anionisches Tensid, das durch Sulfonierung von Laurylalkohol gewonnen wird. Es gehört zur Gruppe der Alkylsulfate und ist eines der am häufigsten verwendeten Reinigungstenside in der Kosmetikindustrie. SLS reduziert die Oberflächenspannung von Wasser stark, emulgiert Fette und erzeugt dabei reichhaltig Schaum: ein sensorischer Effekt, der beim Verbraucher Reinigungswirkung signalisiert, obwohl für die eigentliche Sauberkeit nicht die Schaummenge, sondern die Tensidkonzentration entscheidend ist.

Im Vergleich zu anderen Sulfat-Tensiden gilt SLS als das aggressivste: Es kann die natürliche Lipidbarriere der Haut und Kopfhaut stören, den transepidermalen Wasserverlust erhöhen und bei empfindlichen Personen Rötungen, Juckreiz oder Schuppenbildung auslösen. Internationalen Sachverständigenausschüssen (Scientific Committee on Consumer Safety, SCCS) zufolge sind die in Kosmetika üblichen Konzentrationen von 0,5 bis 2,5 % zwar als sicher eingestuft, jedoch zeigen Studien, dass selbst diese Konzentrationen bei täglich wiederholter Exposition die Barrierefunktion messbar beeinträchtigen können.

In zertifizierter Naturkosmetik (COSMOS, NATRUE, BDIH) ist SLS nicht zugelassen. Als mildere Alternativen kommen Zuckertenside (Coco Glucoside, Decyl Glucoside) und Aminosäuretenside (Sodium Cocoyl Glutamate) zum Einsatz, die vergleichbare Reinigungsleistung bei deutlich geringerem Reizpotenzial bieten. Wer die Kopfhaut beim Wechsel zu sulfatfreien Produkten entlasten möchte, bemerkt oft eine Übergangsphase von zwei bis vier Wochen, in der sich der Talgfluss neu reguliert.

Auch bekannt als

  • SLS
  • Natriumlaurylsulfat
  • Natrium-Dodecylsulfat
  • SDS

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