Sodium Coco Sulfate

Anionisches Tensid aus Kokosfettsäure (CAS 97375-27-4), das in Naturkosmetik als mildere Alternative zu SLS eingesetzt wird. Ab 2029 in COSMOS-zertifizierten Produkten nicht mehr erlaubt.

Sodium Coco Sulfate (CAS 97375-27-4) ist ein anionisches Tensid, das durch Sulfatierung von Kokosfettalkoholen gewonnen wird. Im Gegensatz zu Sodium Lauryl Sulfate (SLS, CAS 151-21-3), das zu mindestens 80 Prozent aus isoliertem C12 (Laurylsäure) besteht, enthält SCS das gesamte Fettsäurespektrum von Kokosöl: etwa 45 bis 50 Prozent C12, dazu C8, C10, C14 (Myristinsäure, ca. 20 Prozent), C16 (Palmitinsäure, ca. 8 Prozent) und weitere. SCS enthält damit etwa zur Hälfte SLS-Äquivalent.

In einer vergleichenden Studie (ResearchGate, 2019) zeigte SCS ein niedrigeres Hautirritationspotenzial als SLS: 15 Prozent SLS verursachte 3,2-mal stärkere Cuticle-Elevation am Haar als 15 Prozent SCS über vier Wochen. Der Effekt ist real, aber nicht dramatisch. Da SCS pflanzlichen Ursprungs ist und ohne Ethoxylierung hergestellt wird, entsteht kein 1,4-Dioxan als Nebenprodukt. SCS ist aktuell in NaTrue und BDIH zugelassen.

Der COSMOS-Standard verbietet sulfatierte Tenside einschließlich SCS ab dem 1. Januar 2029. Hintergrund: Auch SCS kann bei höheren Konzentrationen die Hautbarriere belasten, und mildere Alternativen wie Zuckertenside und Acylglutamate sind inzwischen breit verfügbar. Cosmebio nennt Disodium Cocoyl Glutamate und Coco Glucoside als direkte Ersatzoptionen. BDIH als COSMOS-Mitglied folgt demselben Zeitplan; für NaTrue konnte ein separater Phase-out-Termin nicht verifiziert werden.

Auch bekannt als

  • SCS
  • Kokossulfat
  • Natrium Kokossulfat

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