SCCS
Das SCCS (Scientific Committee on Consumer Safety) ist ein wissenschaftlicher Ausschuss der EU-Kommission, der kosmetische Inhaltsstoffe auf ihre Sicherheit für Verbraucherinnen und Verbraucher bewertet und Empfehlungen für Regulierungen ausspricht.
Das SCCS (Scientific Committee on Consumer Safety) berät die Europäische Kommission in Fragen der Sicherheit von Verbraucherprodukten, insbesondere kosmetischer Mittel. Es wurde 2009 als Nachfolger des SCCP (Scientific Committee on Consumer Products) eingerichtet und besteht aus unabhängigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit Expertise in Toxikologie, Dermatologie, Pharmakologie und verwandten Disziplinen. Das Komitee gibt Stellungnahmen zu einzelnen Inhaltsstoffen oder Stoffgruppen heraus, wenn die EU-Kommission oder Mitgliedstaaten Bedenken anmelden.
Der Bewertungsprozess des SCCS folgt einem standardisierten wissenschaftlichen Verfahren: Zunächst werden alle verfügbaren toxikologischen Daten, Expositionsszenarien und epidemiologischen Studien gesichtet. Auf dieser Basis legt das Komitee einen NOAEL (No Observed Adverse Effect Level) und eine akzeptable Tagesdosis fest, woraus sich die zulässige Höchstkonzentration im fertigen Produkt ergibt. Die Gutachten (Opinions) sind öffentlich einsehbar und bilden die wissenschaftliche Grundlage für Änderungen der Anhänge der Kosmetikverordnung.
SCCS-Stellungnahmen haben direkte Auswirkungen auf die Kosmetikformulierung: Wenn das Komitee einen Stoff als bedenklich einstuft, folgt in der Regel eine Anpassung der Kosmetikverordnung durch die EU-Kommission. Bekannte Beispiele sind die schrittweise Einschränkung bestimmter Parabene nach SCCS-Gutachten aus den Jahren 2010 bis 2013 sowie aktuelle Bewertungen zu Titandioxid, Octocrylen und verschiedenen Duftstoffen.
Auch bekannt als
- Scientific Committee on Consumer Safety
- Wissenschaftlicher Ausschuss für Verbrauchersicherheit