Rosazea

Rosazea ist eine chronische, entzündliche Hauterkrankung des Gesichts, die sich durch Rötungen, sichtbare Äderchen (Teleangiektasien), Pusteln und eine allgemeine Überempfindlichkeit der Haut äußert. Sie ist unheilbar, aber durch gezielte Pflege und Behandlung gut kontrollierbar.

Rosazea betrifft in Deutschland schätzungsweise vier Millionen Menschen, vorwiegend Menschen mit hellem Hauttyp im Alter von 30 bis 60 Jahren. Die Erkrankung verläuft in Stadien: Zunächst tritt eine anfallsartige, dann dauerhafte Rötung im zentralen Gesicht auf (Erythema). Im weiteren Verlauf können entzündliche Papeln und Pusteln entstehen, die Akne ähneln (papulopustulöse Rosazea), sowie sichtbare erweiterte Blutgefäße (Teleangiektasien). In seltenen Fällen bildet sich eine knollige Verdickung der Nase (Rhinophym). Auslöser für Schübe sind Alkohol, scharfes Essen, UV-Strahlung, Hitze, Sport und emotionaler Stress.

Die genaue Ursache ist noch nicht vollständig geklärt. Diskutiert werden eine erhöhte Aktivität des angeborenen Immunsystems, eine Störung der Gefäßregulation, die Beteiligung von Demodex-Milben (natürliche Hautbewohner, bei Rosazea oft erhöht) und eine gestörte Hautbarriere. Konventionelle Behandlungen umfassen topische Antibiotika (Metronidazol, Ivermectin), Azelainsäure und Brimonidintartrat gegen die Rötung sowie, bei schwereren Fällen, systemische Antibiotika oder Isotretinoin.

Für die Pflege bei Rosazea gilt: Reizarme, parfümfreie Produkte wählen, konsequenten Sonnenschutz (mineralisch, mit Zinkoxid oder Titandioxid) verwenden und bekannte Triggerfaktoren meiden. Viele gängige Naturkosmetik-Inhaltsstoffe wie ätherische Öle, Kampfer oder Menthol können Rosazea verschlimmern. Bewährt haben sich beruhigende Inhaltsstoffe wie Azelainsäure (auch pflanzlichen Ursprungs), Niacinamid und Centella asiatica (Tigergras). Grüne Farbkorrektur kann die Rötung optisch ausgleichen.

Auch bekannt als

  • Rosacea
  • Couperose
  • Kupferrose
  • chronische Gesichtsröte

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