Regionale Produkte
Regional bezeichnet Produkte, die in der näheren geografischen Umgebung des Verkaufsorts angebaut, hergestellt oder verarbeitet werden: mit kürzeren Transportwegen und stärkerer Verbindung zur lokalen Wirtschaft.
Regional ist kein gesetzlich geschützter Begriff: anders als 'Bio' oder 'Fairtrade' gibt es keine einheitliche Definition, wie weit eine Region reichen darf. In der Praxis wird häufig von bis zu 100 bis 200 Kilometern gesprochen. Regionale Produkte stärken die lokale Landwirtschaft und Wirtschaft, schaffen Transparenz über Herkunft und Produktionsbedingungen und ermöglichen es Verbrauchern, direkt mit Erzeugerinnen und Erzeugern in Kontakt zu treten: etwa auf Wochenmärkten oder über Hofläden.
Ökologisch ist Regionalität kein automatischer Vorteil: Importierte Bio-Produkte aus Spanien können eine bessere Klimabilanz haben als regionale Produkte aus beheizten Gewächshäusern. Das Umweltbundesamt betont daher, dass regionale und saisonale Ernährung idealerweise kombiniert werden sollten, um die größten Umweltvorteile zu erzielen. Regionale Freilandprodukte der Saison haben fast immer die beste Ökobilanz.
Im Bereich Mode und Kosmetik gewinnt Regionalität ebenfalls an Bedeutung: 'Made in Germany', 'Made in Austria' oder 'Made in Switzerland' steht oft für höhere Arbeitsstandards, kürzere Lieferketten und einfachere Rückverfolgbarkeit. Für Verbraucherinnen und Verbraucher empfiehlt sich der direkte Dialog mit Herstellern: oder die Suche nach regionalen Zertifizierungen wie dem bayerischen Qualitäts- und Herkunftssiegel.
Auch bekannt als
- Regionalität
- aus der Region
- lokal
- Local Food
- regionale Lebensmittel