Peptide

Peptide sind kurze Ketten aus Aminosäuren, die in der Kosmetik als Anti-Aging-Wirkstoffe eingesetzt werden. Sie können in die Haut eindringen, dort als Signalmoleküle wirken und die Kollagenproduktion, die Zellkommunikation und die Hautbarriere-Funktion unterstützen.

Peptide bestehen aus zwei oder mehr Aminosäuren, die durch Peptidbindungen verknüpft sind. Proteine wie Kollagen oder Elastin sind im Grunde sehr lange Peptidketten. Wenn Kollagen in der Haut abgebaut wird, entstehen kurze Kollagenpeptide, die als Signal an Fibroblasten wirken: Der Körper interpretiert sie als Zeichen für Kollagenverlust und kurbelt die Neuproduktion an. In der Kosmetik nutzt man diesen Mechanismus, indem gezielt biomimetische Peptide (Nachahmer körpereigener Peptide) formuliert werden.

Es gibt verschiedene Kategorien von Peptiden in der Kosmetik: Signalpeptide regen Fibroblasten zur Kollagen- und Elastinproduktion an (z.B. Palmitoyl Pentapeptide-4). Trägerpeptide (Carrier Peptides) transportieren Spurenelemente wie Kupfer in tiefere Hautschichten. Enzym-hemmende Peptide verlangsamen den Abbau von Kollagen und Elastin. Neuropeptide wirken ähnlich wie Botulinumtoxin, indem sie die neuromuskuläre Kommunikation beeinflussen und Mimikfalten entspannen.

Peptide gehören zu den wissenschaftlich am besten belegten Anti-Aging-Wirkstoffen in der Kosmetik. Sie sind in der Regel gut hautverträglich, nicht photosensibilisierend (im Gegensatz zu Retinol) und können daher morgens und abends verwendet werden. Wichtig: Peptide nicht gleichzeitig mit AHA kombinieren, da Säuren die Peptide abbauen können. In der Naturkosmetik werden pflanzliche Peptide: zum Beispiel aus Quinoa, Hafer oder Lupine: sowie biotechnologisch hergestellte Peptide eingesetzt.

Auch bekannt als

  • Peptides
  • Signalpeptide
  • Kupferpeptide
  • Neuropeptide
  • Carrier-Peptide
  • Biomimetische Peptide

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