Ökostrom
Ökostrom bezeichnet Strom, der aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Sonne, Wasserkraft oder Biomasse gewonnen wird: als klimafreundliche Alternative zu Strom aus fossilen Energieträgern wie Kohle oder Gas.
Ökostrom ist in Deutschland kein gesetzlich geschützter Begriff: es gibt keine einheitliche Definition, wie viel Prozent des Stroms wirklich aus erneuerbaren Quellen stammen müssen. Das Umweltbundesamt unterscheidet deshalb zwischen 'echtem' Ökostrom, der nachweislich den Ausbau erneuerbarer Energien fördert, und 'Greenwashing'-Produkten, die lediglich Herkunftsnachweise aus bestehenden Wasserkraftwerken kaufen, ohne neue Kapazitäten zu schaffen. Verlässliche Ökostromlabels wie das OK Power-Siegel oder das Grüner Strom-Label kennzeichnen wirklich nachhaltige Tarife.
Echter Ökostrom stammt aus Windenergie (on- und offshore), Photovoltaik, Wasserkraft, Geothermie oder Biomasse. Der Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Strommix lag 2023 bereits bei über 50 Prozent: Tendenz steigend. Trotzdem fließt in den meisten Haushalten physisch immer ein Mix aus verschiedenen Quellen. Was ein Ökostromvertrag garantiert, ist die rechnerische Zertifizierung: Für jede verbrauchte Kilowattstunde wird eine Kilowattstunde aus erneuerbarer Quelle ins Netz eingespeist und durch einen Herkunftsnachweis belegt.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher empfiehlt das Umweltbundesamt, beim Ökostromwechsel auf zertifizierte Tarife zu achten und Anbieter zu bevorzugen, die in neue erneuerbare Anlagen investieren. Verglichen mit konventionellem Strom kann ein Wechsel zu echtem Ökostrom die persönliche CO₂-Bilanz im Haushalt um mehrere Tonnen pro Jahr reduzieren: eine der wirkungsvollsten Einzelmaßnahmen im privaten Klimaschutz.
Auch bekannt als
- Grüner Strom
- Naturstrom
- Green Energy
- Erneuerbarer Strom
- Regenerativer Strom