Nylon
Erste vollsynthetische Kunstfaser der Welt, 1935 von DuPont entwickelt, die zur Gruppe der Polyamidfasern gehört und wegen Mikroplastikabgabe und hohem Energieverbrauch in der Herstellung ökologisch problematisch ist.
Nylon war 1935 die erste vollständig synthetische Textilfaser der Welt, entwickelt vom US-amerikanischen Chemiekonzern DuPont. Sie gehört zur chemischen Familie der Polyamide und wird aus Erdöl als Ausgangsstoff hergestellt. Nylon ist außergewöhnlich reißfest, abriebresistent, elastisch und leicht: Eigenschaften, die es für Strumpfwaren, Sportkleidung, Outdoor-Ausrüstung und technische Textilien prädestinieren. In der Mode wird Nylon oft mit anderen Fasern kombiniert, um Haltbarkeit und Formstabilität zu verbessern.
Die Umweltbilanz von Nylon ist problematisch. Die Herstellung ist energieintensiver als die von Polyester und setzt Lachgas (N₂O) frei: ein Treibhausgas, das fast 300-mal stärker zur Klimaerwärmung beiträgt als CO₂. Wie alle Kunstfasern gibt Nylon beim Waschen Mikrofasern ab: Nach einer Studie verliert ein einziges Kleidungsstück bei einem Waschgang bis zu 500.000 Mikrofasern, die über das Abwasser ins Meer gelangen. Nylon ist biologisch nicht abbaubar.
Als nachhaltigere Alternative hat sich recyceltes Nylon etabliert: bekannte Marken sind ECONYL® (hergestellt aus Fischernetzen und anderen Nylonabfällen) und andere rPA-Produkte. Recyceltes Nylon spart fossile Ressourcen und reduziert den CO₂-Fußabdruck gegenüber Neumaterial erheblich, löst aber das Mikroplastik-Problem nicht. Das Bluesign-Siegel oder GRS (Global Recycled Standard) kennzeichnen nachhaltig produzierte oder recycelte Kunstfasern.
Auch bekannt als
- Polyamid
- PA
- Nylonfaser
- Polyamidfaser