Nicht-komedogen

Kosmetikprodukte, die so formuliert sind, dass sie die Poren nicht verstopfen und die Bildung von Komedonen nicht begünstigen. Der Begriff ist rechtlich nicht geschützt.

Nicht-komedogen ist ein Marketing-Begriff, der Produkte kennzeichnet, die die Poren nicht verstopfen und keine Komedonen: also Mitesser oder geschlossene Hautpfropfen: auslösen sollen. Anders als der Wirkstoff-Begriff komedogen (der das wissenschaftlich gemessene Verstopfungspotenzial einzelner Inhaltsstoffe beschreibt) bezieht sich nicht-komedogen immer auf das fertige Produkt als Ganzes.

Der Begriff ist in der EU rechtlich nicht geschützt. Laut EU-Kosmetikverordnung (Verordnung 1223/2009) und der Verordnung über gemeinsame Kriterien für Werbeaussagen (655/2013) müssen Kosmetikaussagen zwar wahr und nachvollziehbar sein, eine unabhängige Zertifizierung oder standardisierte Testmethode für den Claim nicht-komedogen ist jedoch nicht vorgeschrieben. Hersteller können den Begriff also ohne externen Nachweis auf die Verpackung drucken.

Besonders relevant ist die Auslobung bei Sonnenschutzprodukten für das Gesicht. Viele klassische Sonnencremes enthalten schwere Emollientien oder wachsartige Filmbildner, die bei zu Akne neigender, fettiger oder Mischhaut die Poren verstopfen können. Nicht-komedogen formulierte Sonnencremes verwenden stattdessen leichtere Texturen und verzichten auf potenziell problematische Inhaltsstoffe wie Myristyl Myristat, Kokosöl oder Kakaobutter. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, prüft die INCI-Liste direkt: Inhaltsstoffe mit einem Komedogenitätswert von 0 bis 1 gelten als sicher, Werte ab 3 sind bei zu Unreinheiten neigender Haut problematisch.

Auch bekannt als

  • non-comedogenic
  • porenschonend
  • nicht verstopfend