Mulchen

Gartenpraxis, bei der der Boden mit einer Schicht organischen Materials bedeckt wird, um Feuchtigkeit zu halten, Unkraut zu unterdrücken und die Bodengesundheit zu fördern. Mulchen ist eine der einfachsten und wirksamsten ökologischen Methoden für nachhaltige Gartenpflege.

Mulchen bedeutet, den Boden zwischen Pflanzen mit einer Schicht aus organischem Material zu bedecken. Als Mulchmaterial eignen sich Grasschnitt, Laub, Stroh, Holzhäcksel, Kompost, Baumrinde oder Kaffeesatz. Die Mulchschicht erfüllt mehrere Funktionen gleichzeitig: Sie reduziert die Verdunstung aus dem Boden um bis zu 70 Prozent, reguliert die Bodentemperatur, unterdrückt Unkrautwachstum durch Lichtmangel und verbessert beim Abbau die Bodenstruktur und den Humusgehalt.

Aus ökologischer Sicht ist Mulchen eine der effektivsten Maßnahmen für einen gesunden Garten ohne Chemie. Mulch fördert Bodenlebewesen wie Regenwürmer und Pilze, die wiederum die Bodenfruchtbarkeit aufbauen. Bei Trockenheit und Hitzewellen: die durch den Klimawandel häufiger werden: schützt eine gute Mulchschicht Pflanzen vor Trockenstress und spart erhebliche Wassermengen. Der gebundene Kohlenstoff aus organischem Material bleibt länger im Boden.

Mulchen ist mit einfachen Mitteln und ohne Kosten möglich: Rasenschnitt direkt auf dem Beet, Herbstlaub zwischen Stauden, Holzhäcksel aus dem Baumschnitt. Auch bei Permakultur und ökologischem Gartenbau ist Mulchen eine Grundtechnik, um den Boden niemals unbedeckt zu lassen: ganz nach dem Vorbild des Waldbodens. Im Gemüsegarten sollte darauf geachtet werden, stickstoffreiche Mulchmaterialien (Grasschnitt) von stickstoffarmen (Holz) zu unterscheiden, da letztere dem Boden kurzfristig Stickstoff entziehen können.

Auch bekannt als

  • Mulch
  • Bodenabdeckung
  • Bodenmulch
  • Mulchschicht
  • Bodenbedeckung

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