Mischkultur

Anbaumethode, bei der verschiedene Pflanzenarten gemeinsam auf einem Beet kultiviert werden, um sich gegenseitig zu stärken, Schädlinge zu verwirren und die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten. Mischkultur ist ein Kernprinzip des ökologischen Gartenbaus.

Mischkultur bezeichnet das bewusste Nebeneinanderanbau verschiedener Pflanzenarten, die sich gegenseitig begünstigen. Klassische Beispiele sind die 'Drei Schwestern' aus nordamerikanischen Kulturen: Mais, Bohnen und Kürbis. Der Mais dient als Rankgerüst für die Bohne, die Bohne bindet Luftstickstoff für alle drei Pflanzen, und der Kürbis bedeckt den Boden und hält ihn feucht. Bekannte Kombinationen in deutschen Gemüsegärten sind Tomaten mit Basilikum, Möhren mit Zwiebeln oder Kohl mit Sellerie.

Die ökologischen Vorteile der Mischkultur sind vielfältig: Schädlinge werden durch den Duftemix verwirrt und finden ihre Wirtspflanze schwerer. Nützlinge wie Marienkäfer und Schwebfliegen werden durch Blühpflanzen angelockt. Verschiedene Wurzeltiefen bedeuten, dass unterschiedliche Bodenschichten genutzt werden, ohne dass Pflanzen um dieselben Nährstoffe konkurrieren. Die Gefahr der Monokultur: dass ein Schädling oder eine Krankheit die gesamte Ernte vernichtet: wird minimiert.

Mischkultur erfordert etwas Planung, da nicht alle Kombinationen harmonieren: sogenannte 'schlechte Nachbarn' können das Wachstum gegenseitig hemmen. Klassische Richtlinien wie das 'Kräuterbeet nach Hildegard von Bingen' oder moderne Fachliteratur helfen bei der Planung. Im ökologischen Landbau und der Permakultur ist Mischkultur eine Grundtechnik, um chemische Pflanzenschutzmittel zu ersetzen und gesunden Boden langfristig zu erhalten.

Auch bekannt als

  • Mischanbau
  • Companion Planting
  • Polykultur
  • Begleitpflanzung
  • Pflanzgemeinschaft

Passende Zertifikate