LSF (Lichtschutzfaktor)

Der Lichtschutzfaktor (LSF), international als SPF (Sun Protection Factor) bekannt, ist ein standardisierter Messwert, der angibt, um welchen Faktor ein Sonnenschutzmittel die Zeit bis zum Sonnenbrand verlängert. Je höher der LSF, desto größer der UVB-Schutz.

Der Lichtschutzfaktor wird nach einem standardisierten Verfahren gemessen und zeigt an, wie lange die Haut mit Sonnenschutz im Vergleich zu ungeschützter Haut bräunt oder verbrennt. Ein LSF 30 filtert etwa 97 % der UVB-Strahlung, ein LSF 50 filtert rund 98 %, ein LSF 50+ mehr als 98 %. Der Unterschied zwischen hohen LSF-Werten ist damit gering: entscheidender ist die regelmäßige Nachauftragung, da der Schutz durch Schweiß, Wasser und Reiben nachlässt.

Der LSF misst ausschließlich den UVB-Schutz. Für einen vollständigen Schutz braucht es zusätzlich einen UVA-Filter, der auf der Verpackung durch das EU-weite UVA-Kreissymbol oder die Angabe 'Breitband-Schutz' gekennzeichnet wird. Die Europäische Kommission empfiehlt, dass der UVA-Schutz mindestens einem Drittel des LSF-Wertes entsprechen sollte. Produkte, die diesen Standard erfüllen, dürfen das UVA-Kreissymbol tragen.

Für den Alltag empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz mindestens LSF 30, bei Aktivitäten in großer Höhe, auf Schnee, am und im Wasser sowie in sonnenreichen Regionen ein Mittel mit LSF 50+. Entscheidend ist die Auftragsmenge, denn der Lichtschutzfaktor wird für 2 mg pro cm² Haut bestimmt, für Erwachsene etwa vier gehäufte Esslöffel für den ganzen Körper. In der Praxis wird meist zu wenig verwendet, und schon eine um die Hälfte verringerte Menge kann den Lichtschutzfaktor um zwei Drittel senken. Das Bundesamt rät zusätzlich, die rechnerisch mögliche Schutzdauer höchstens zu 60 Prozent auszuschöpfen.

Auch bekannt als

  • SPF
  • Sun Protection Factor
  • Lichtschutzfaktor

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