Lebensmittelverschwendung

Vermeidbare Entsorgung von Lebensmitteln, die noch genießbar wären oder für den menschlichen Verzehr produziert wurden. In Deutschland fallen jährlich rund 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an: mit erheblichen Umwelt- und Klimafolgen.

Lebensmittelverschwendung bezeichnet alle vermeidbaren Verluste essbarer Lebensmittel entlang der gesamten Wertschöpfungskette: von der Ernte über Verarbeitung und Handel bis hin zum Haushalt. In Deutschland wurden laut Umweltbundesamt im Jahr 2022 insgesamt rund 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle erfasst. Davon entfallen nach Schätzungen des Thünen-Instituts rund 59 Prozent auf private Haushalte. Jede Person in Deutschland wirft im Durchschnitt etwa 79 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr weg.

Die Umweltfolgen sind erheblich: Für die Produktion weggeworfener Lebensmittel wurden Wasser, Energie, Fläche und Arbeit verbraucht: alles vergeblich. Die Zersetzung organischer Abfälle setzt zudem Methan frei, ein klimawirksames Gas. Die Vereinten Nationen haben die Reduzierung von Lebensmittelabfällen in Ziel 12.3 der Sustainable Development Goals verankert: Bis 2030 sollen die Pro-Kopf-Abfälle auf Einzelhandels- und Verbraucherebene weltweit halbiert werden. Die EU hat entsprechende Zielvorgaben und Berichtspflichten eingeführt.

Im Alltag lässt sich Lebensmittelverschwendung durch einfache Maßnahmen erheblich reduzieren: Einkaufsliste schreiben, Vorräte regelmäßig prüfen, Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) richtig interpretieren (es ist kein Verfallsdatum), Reste gezielt verwerten und Lebensmittel richtig lagern. Apps wie 'Too Good To Go' verbinden Verbraucherinnen und Verbraucher mit Restaurants und Supermärkten, die sonst Lebensmittel entsorgen würden. Food Sharing Initiativen ermöglichen das kostenlose Weitergeben überschüssiger Lebensmittel in der Nachbarschaft.

Auch bekannt als

  • Food Waste
  • Foodwaste
  • Lebensmittelabfall
  • Lebensmittelverlust
  • Food Loss

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