Kompost

Kompost ist der durch biologische Zersetzung organischer Materialien wie Küchen- und Gartenabfälle entstandene humusreiche Bodenverbesserer, der Nährstoffe zurück in den natürlichen Kreislauf führt.

Kompostierung ist das älteste Recyclingverfahren der Welt: Mikroorganismen, Pilze und Bodentiere zersetzen organisches Material wie Küchenabfälle, Gartenreste und Papier zu Humus: einem nährstoffreichen, dunklen Bodensubstrat. Das Umweltbundesamt bezeichnet die Eigenkompostierung als eine der wirkungsvollsten Möglichkeiten, Bioabfälle sinnvoll zu verwerten und gleichzeitig den eigenen Garten zu verbessern. In Deutschland werden rund 60 Prozent der Bioabfälle kompostiert.

Für nachhaltige Mode und Kosmetik ist Kompostierbarkeit ein relevantes Kriterium bei Verpackungen und Materialien. Kompostierbare Verpackungen aus Stärke, Zellulose oder PLA (Polymilchsäure) sollen nach Gebrauch auf dem Kompost vollständig abgebaut werden: allerdings gilt das für industrielle Kompostierungsanlagen, wo höhere Temperaturen herrschen. Heimkompostierbare Materialien sind eine strengere Kategorie. Das Zertifikat 'OK compost HOME' von TÜV Austria oder der DIN EN 13432-Standard sind verlässliche Nachweise.

Im Zusammenhang mit Zero Waste und nachhaltigen Lifestyle-Konzepten spielt Kompostierung eine zentrale Rolle: Sie schließt den biologischen Kreislauf, reduziert Restmüll und ersetzt synthetische Düngemittel. Für Stadtbewohner ohne Garten gibt es Alternativen wie Bokashi-Eimer (fermentierte Kompostierung), Wurmkisten oder kommunale Bioabfallsammlungen. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen 'kompostierbar' und 'biologisch abbaubar': letzteres sagt nichts über den Zeitraum oder die Bedingungen des Abbaus aus.

Auch bekannt als

  • Kompostierung
  • kompostierbar
  • Humus
  • Biokompost
  • Gartenkompost

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