Imkerei

Haltung und Pflege von Honigbienen zur Gewinnung von Honig, Bienenwachs und anderen Bienenprodukten. Bienenwachs entsteht dabei als Nebenprodukt der Honigernte.

Imkerei bezeichnet die kontrollierte Haltung von Honigbienen (Apis mellifera) in Bienenstöcken oder Beuten. Imker pflegen die Völker, entnehmen Honig und ernten weitere Bienenprodukte wie Wachs, Propolis und Pollen. In Deutschland gibt es etwa 143.000 Imkerinnen und Imker mit rund 964.000 Bienenvölkern, die jährlich zwischen 15.000 und 25.000 Tonnen Honig erzeugen.

Bienenwachs fällt bei der Honigernte als Nebenprodukt an: Die Bienen verschließen ihre fertigen Honigwaben mit einer dünnen Wachsschicht, dem sogenannten Deckelwachs. Beim Schleudern des Honigs wird dieses Wachs abgeschnitten und eingeschmolzen. Für ein Kilogramm Bienenwachs verbrauchen die Bienen etwa sechs bis acht Kilogramm Honig als Energie.

Neben Honig und Wachs trägt die Imkerei zur Bestäubung von Nutzpflanzen bei. Schätzungsweise 85 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge bei Obst, Gemüse und Ölsaaten in Deutschland hängen direkt von der Bestäubungsleistung der Honigbiene ab. Damit hat die Imkerei eine ökologische Bedeutung weit über die eigentliche Produktgewinnung hinaus.

Auch bekannt als

  • Bienenhaltung
  • Bienenzucht
  • Apiaristik