Hyaluronsäure

Hyaluronsäure ist ein körpereigenes Polysaccharid, das in Haut, Bindegewebe und Gelenken vorkommt und bis zu sechstausend Mal sein Eigengewicht an Wasser binden kann. In der Kosmetik wird sie als Feuchthaltemittel eingesetzt und gilt als einer der verträglichsten Pflegestoffe überhaupt.

Hyaluronsäure (englisch: Hyaluronic Acid) ist ein natürlich vorkommendes Glycosaminoglykan, das der Körper selbst produziert. Mit zunehmendem Alter nimmt die körpereigene Produktion ab: ab dem 25. Lebensjahr beginnt der Rückgang spürbar zu werden, was zu Trockenheitsgefühl und sichtbaren Fältchen beiträgt. Ein Gramm Hyaluronsäure kann bis zu sechs Liter Wasser binden: diese außergewöhnliche Wasserspeicherfähigkeit macht sie zum gefragten Wirkstoff in Seren, Cremes und Masken.

In der Kosmetik kommt es auf die Molekülgröße an: Hochmolekulare Hyaluronsäure (über 1.500 kDa) bildet einen Feuchtigkeitsfilm auf der Hautoberfläche und schützt vor dem Austrocknen. Niedermolekulare Varianten (unter 50 kDa) dringen tiefer in die oberen Hautschichten ein und wirken dort feuchtigkeitsspendend. Viele moderne Formulierungen kombinieren beide Molekülgrößen. Die kosmetische Wirkung bei topischer Anwendung ist wissenschaftlich belegt: Eine regelmäßige Anwendung verbessert die Hautfeuchtigkeit und das Hautbild nachweislich, wenngleich die Wirkung auf tiefe Falten begrenzt ist.

Hyaluronsäure ist hervorragend verträglich, nicht komedogen und für alle Hauttypen geeignet: auch für empfindliche und zu Akne neigende Haut. In zertifizierter Naturkosmetik (NATRUE, COSMOS) ist biotechnologisch hergestellte Hyaluronsäure (fermentativ aus pflanzlichen Substraten gewonnen) zugelassen und entspricht den Nachhaltigkeitsanforderungen. Tierische Hyaluronsäure aus Hahnenkämmen ist in ethisch zertifizierten Produkten nicht erlaubt.

Auch bekannt als

  • Hyaluron
  • Sodium Hyaluronate
  • Hyaluronic Acid
  • HA

Passende Zertifikate