Furoshiki

Japanische Wickeltechnik zum Einpacken von Gegenständen in wiederverwendbare Stofftücher. Nachhaltige Alternative zu Einweg-Geschenkpapier.

Furoshiki (風呂敷) ist eine über 1.000 Jahre alte japanische Technik, bei der quadratische Stofftücher zum Einwickeln, Tragen und Verpacken von Gegenständen verwendet werden. Der Begriff bezeichnet sowohl das Tuch selbst als auch die Wickeltechnik. Ursprünglich wurden Furoshiki-Tücher in japanischen Badhäusern genutzt, um Kleidung einzupacken. Heute sind sie ein Symbol für nachhaltiges Verpacken.

Im Unterschied zu herkömmlichem Geschenkpapier ist Furoshiki vollständig wiederverwendbar. Ein einziges Tuch kann jahrelang als Geschenkverpackung, Tasche, Tischläufer oder Dekostoff dienen. In Deutschland landen zu Weihnachten rund 8.000 Tonnen Geschenkpapier im Müll, ein Großteil davon ist beschichtet oder beglittert und nicht recycelbar. Furoshiki produziert keinen Abfall und wird zum Teil des Geschenks selbst.

Die Grundtechnik ist einfach zu erlernen: Ein Quadrattuch von etwa 70 bis 90 Zentimetern Seitenlänge aus Baumwolle, Leinen oder Seide reicht für die meisten Geschenkgrößen. Kostenlose Anleitungen für verschiedene Wickelmethoden sind online verfügbar. Besonders schön: Das Tuch ist selbst ein Geschenk und zeigt, dass man sich bewusst Gedanken gemacht hat.

Auch bekannt als

  • Tuchverpackung
  • japanische Stoffverpackung