Foodsharing
Foodsharing bezeichnet das organisierte Teilen von überschüssigen Lebensmitteln zwischen Privatpersonen und Betrieben, um essbare Lebensmittel vor der Mülltonne zu retten und Verschwendung aktiv zu reduzieren.
Foodsharing ist eine gemeinschaftliche Praxis, bei der überschüssige Lebensmittel: die sonst entsorgt würden: kostenlos weitergegeben werden. In Deutschland wurde die Bewegung maßgeblich durch die Non-Profit-Plattform foodsharing.de geprägt, die 2012 gegründet wurde. Ehrenamtliche 'Foodsaver' holen Lebensmittel bei Supermärkten, Bäckereien, Restaurants und Privatpersonen ab und verteilen sie über sogenannte Fairteiler: öffentlich zugängliche Kühlschränke oder Regale: weiter. Über 300.000 Menschen haben sich inzwischen auf der Plattform angemeldet.
Der Hintergrund ist eine erschreckende Zahl: In Deutschland fallen laut Umweltbundesamt jährlich rund 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an: davon kommen 59 Prozent aus privaten Haushalten. Jede Person in Deutschland wirft durchschnittlich 74 bis 79 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr weg. Foodsharing greift direkt in diesen Kreislauf ein, indem es die soziale Infrastruktur schafft, Überschüsse sichtbar und zugänglich zu machen.
Über das digitale Netzwerk hinaus gibt es Foodsharing in vielen alltäglichen Formen: Nachbarschaftliche Tauschboxen, Gemeinschaftskühlschränke in Städten, Ernte-Sharing in Gemeinschaftsgärten oder das einfache Weitergeben von Urlaubsvorräten an Nachbarn. Foodsharing ist damit nicht nur eine Lösung für Lebensmittelverschwendung, sondern auch ein Gemeinschafts-Konzept, das Nachbarschaft stärkt und Ressourcenbewusstsein fördert.
Auch bekannt als
- Food Sharing
- Lebensmittel retten
- Fairteiler
- Foodsaving