Fast Fashion
Geschäftsmodell mit schnell wechselnden Kollektionen zu niedrigen Preisen
Fast Fashion bezeichnet ein Geschäftsmodell der Modeindustrie, das auf extrem schneller Produktion großer Mengen günstiger Kleidung basiert. Statt wie früher zwei Kollektionen pro Jahr bringen Fast Fashion Marken teils 52 Mikrokollektionen jährlich heraus: manche Ultra-Fast Fashion Plattformen sogar täglich tausende neue Artikel. Niedrige Preise werden durch billige Materialien, kurze Produktionszyklen und oft unzureichende Arbeitsbedingungen in Niedriglohnländern erreicht.
Das Umweltbundesamt ordnet Fast Fashion als massives Umweltproblem ein: Die Textilindustrie verursacht weltweit 3 bis 8 Prozent der Treibhausgasemissionen. Beim Waschen synthetischer Fast Fashion Kleidung können pro Waschgang bis zu 700.000 Mikroplastikfasern freigesetzt werden: diese landen in Gewässern und der Nahrungskette. Hinzu kommen der enorme Wasserverbrauch, der Einsatz toxischer Chemikalien und die Vernichtung unverkaufter Ware, die in der EU ab 2026 verboten wird.
Wer Fast Fashion reduzieren möchte, kann mit konkreten Schritten beginnen: weniger, aber langlebigere Kleidung kaufen, Second-Hand-Optionen bevorzugen, auf Zertifikate wie GOTS oder den Grünen Knopf achten und bestehende Kleidung reparieren statt ersetzen. Die Slow Fashion Bewegung und das Konzept der Capsule Wardrobe bieten praktische Alternativen zum kurzlebigen Modekonsum.
Auch bekannt als
- Wegwerfmode
- Schnellmode
- Ultra Fast Fashion
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