Duftstoffallergen

Ein Duftstoffallergen ist ein Duftstoff, der allergische Kontaktreaktionen auslösen kann. Die EU verpflichtet Hersteller, 26 bekannte Duftstoffallergene ab einer Konzentration von 0,001 % (Leave-on) bzw. 0,01 % (Rinse-off) einzeln im INCI-Verzeichnis zu deklarieren.

Duftstoffe sind die häufigste Ursache für allergische Kontaktdermatitis durch Kosmetika. Die EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 legt in Anhang III eine Liste von 26 Duftstoffallergenen fest, die bei Überschreiten bestimmter Schwellenwerte im INCI auf der Verpackung einzeln ausgewiesen werden müssen. Zu den häufigsten gehören Limonene, Linalool, Citronellol, Geraniol, Eugenol und Cinnamal.

Wichtig zu verstehen: Natürliche Duftstoffe und ätherische Öle sind nicht sicherer als synthetische. Im Gegenteil: ätherische Öle enthalten von Natur aus Gemische aus Dutzenden chemischer Verbindungen, darunter viele der 26 deklarationspflichtigen Allergene. Lavendelöl beispielsweise enthält Linalool und Linalylacetat, Zitrusöle enthalten Limonene: beide sind deklarationspflichtige Allergene. Produkte, die mit 'parfümiert' oder 'aromatisiert' beschriftet sind, können diese Substanzen ohne Einzelnennung enthalten, wenn sie unter dem Schwellenwert liegen.

Menschen mit bekannter Duftstoffallergie sollten Produkte wählen, die explizit als 'parfümfrei' oder 'duftstofffrei' ausgelobt sind: nicht nur 'unparfümiert', da letzteres oft maskierende Duftstoffe enthalten darf. Die INCI-Liste gibt Aufschluss, welche Allergene enthalten sind. Ein Epikutantest beim Dermatologen kann die individuelle Sensibilisierung gegenüber spezifischen Duftstoffallergenen nachweisen.

Auch bekannt als

  • Parfümallergen
  • Duftstoffsensibilisator