Downcycling

Downcycling bezeichnet die Wiederverwertung von Materialien zu Produkten mit geringerer Qualität oder niedrigerem Wert als das Ausgangsmaterial: im Unterschied zu Recycling (gleichwertig) und Upcycling (höherwertig).

Downcycling beschreibt einen Recyclingprozess, bei dem aus dem Ausgangsmaterial ein Produkt mit geringerem Wert oder schlechterer Qualität entsteht. Die drei Begriffe lassen sich klar abgrenzen: Beim Upcycling steigt die Qualität oder der Wert, beim Recycling bleibt sie erhalten, beim Downcycling sinkt sie. Ein klassisches Beispiel aus der Textilindustrie ist die Verarbeitung alter Kleidung zu Putzlappen, Dämmmaterial oder Füllstoffen für Matratzen. Das ursprüngliche Material kann nach dem Downcycling meist nicht weiter verwertet werden.

In der Modeindustrie ist Downcycling häufig die einzige verfügbare Recyclingoption für Mischgewebe, also Textilien aus mehreren verschiedenen Faserarten. Da sich Baumwolle und Polyester in einem Mischgewebe nur schwer trennen lassen, können die Fasern nicht einzeln recycelt werden. Stattdessen wird das gesamte Textil zerkleinert und zu einem minderwertigeren Produkt verarbeitet. Dies ist ein wesentlicher Grund dafür, dass die Kreislaufwirtschaft in der Textilindustrie trotz Recyclinginitiativen noch immer an Grenzen stößt.

Downcycling ist besser als Verbrennung oder Deponie, schöpft aber das Potenzial eines Materialkreislaufs nicht aus. Wahres Recycling oder Upcycling erfordert sortenreine Materialien und hochwertige Sortiertechnologien. Deshalb empfehlen Nachhaltigkeitsexperten, beim Kauf auf sortenreine Materialien (100 % Baumwolle, 100 % Wolle etc.) zu achten, die sich am Ende ihrer Lebensdauer hochwertiger recyceln lassen. Die Modeindustrie arbeitet an chemischen Recyclingverfahren, die auch Mischgewebe faser-zu-faser recyceln können.

Auch bekannt als

  • Abwertungsrecycling

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