Daunen
Weiche Unterfedern von Gänsen und Enten, die als hochwirksames Dämmmaterial in Jacken, Schlafsäcken und Bettdecken verwendet werden. Tierschutzkonforme Gewinnung und Transparenz in der Lieferkette sind entscheidend für eine nachhaltige Wahl.
Daunen sind die feinen Unterfedern von Gänsen und Enten, die das Tier gegen Kälte isolieren. Sie bestehen aus einem dreidimensionalen Geflecht feiner Fasern ohne steifen Kiel und bilden winzige Luftkammern, die Wärme extrem effizient speichern. Dieses Verhältnis von Wärme zu Gewicht macht Daunen bis heute zu einem der besten natürlichen Dämmmaterialien. Der Qualtitätswert 'Füllkraft' (Fill Power) gibt an, wie viel Volumen ein Gramm Daunen einnimmt: höhere Werte bedeuten bessere Isolierwirkung bei weniger Material.
Tierschutz ist das zentrale Nachhaltigkeitsthema bei Daunen. Lebendrupf: das Zupfen der Federn von lebenden Tieren: und Stopfmast (Gänsestopfleber-Produktion als Nebenprodukt) sind ethisch hochproblematisch und in der EU verboten, werden aber in Teilen der globalen Lieferkette noch praktiziert. Der Responsible Down Standard (RDS) von Textile Exchange und der Traceable Down Standard (TDS) zertifizieren, dass Daunen von Tieren stammen, die nicht lebendgezupft oder zwangsgefüttert wurden.
Beim Kauf von Daunenprodukten sollte man auf Zertifizierungen wie den RDS oder bluesign achten, die Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette sicherstellen. Synthetische Alternativen wie PrimaLoft oder Thermore bieten ähnliche Isolationswerte, isolieren auch im feuchten Zustand besser als Daunen und sind tierfreundlich: allerdings meist aus Kunstfasern gefertigt. Hochwertige Daunenprodukte können bei guter Pflege Jahrzehnte halten und sind damit langfristig eine nachhaltige Option.
Auch bekannt als
- Daune
- Down
- Gänsedaunen
- Entendaunen
- Daunenfüllung