CO2-Fußabdruck
Maß für die gesamten Treibhausgasemissionen, die eine Person, ein Produkt oder ein Unternehmen direkt und indirekt verursacht, angegeben in CO2-Äquivalenten
Der CO2-Fußabdruck (englisch: Carbon Footprint) misst die Gesamtemissionen aller klimarelevanten Treibhausgase, die durch eine Aktivität, ein Produkt oder eine Person entstehen. Um unterschiedliche Treibhausgase wie Methan oder Lachgas vergleichbar zu machen, werden sie in CO2-Äquivalente (CO2e) umgerechnet. Das Umweltbundesamt definiert den CO2-Fußabdruck als Instrument, das den möglichen Beitrag eines Produkts, Unternehmens oder Lebensstils zum Treibhauseffekt ausdrückt: idealerweise über den gesamten Lebenszyklus: von der Rohstoffgewinnung über Herstellung und Transport bis zur Entsorgung.
In Deutschland liegt der durchschnittliche CO2-Fußabdruck bei rund 10 Tonnen CO2e pro Person und Jahr: weit über dem als klimaverträglich geltenden Zielwert von unter einer Tonne. Konsum macht dabei den größten Anteil aus, gefolgt von Wohnen, Mobilität und Ernährung. Für Mode und Kosmetik ist der sogenannte Product Carbon Footprint (PCF) relevant: Er erfasst alle Emissionen entlang der Lieferkette eines einzelnen Produkts, etwa den Wasserverbrauch beim Baumwollanbau, den Energieeinsatz in der Fabrik und den Transport über Kontinente hinweg.
Als Verbraucherin oder Verbraucher kannst du deinen persönlichen CO2-Fußabdruck mit dem kostenlosen CO2-Rechner des Umweltbundesamts berechnen und gezielte Hebel identifizieren. Häufig unterschätzte Stellschrauben sind die Wahl des Stromanbieters, die Häufigkeit von Flugreisen und der Konsum von Fast Fashion. Weniger, dafür langlebige Kleidungsstücke zu kaufen, Second Hand zu wählen oder auf Naturkosmetik mit kürzeren Lieferketten umzusteigen: all das senkt den persönlichen Fußabdruck spürbar.
Auch bekannt als
- Carbon Footprint
- Treibhausgasbilanz
- CO2e
- CO2-Bilanz