Circular Fashion
Modekonzept, das auf einem geschlossenen Kreislauf basiert: Kleidung wird so gestaltet, produziert und konsumiert, dass Materialien dauerhaft im System bleiben und kein Abfall entsteht.
Circular Fashion bezeichnet einen Ansatz in der Modeindustrie, der das lineare Prinzip nehmen: herstellen: wegwerfen durch ein regeneratives, geschlossenes System ersetzt. Kleidungsstücke werden von Anfang an so entworfen, dass sie möglichst lange getragen, repariert, wiederverkauft, recycelt oder kompostiert werden können. Das Ziel: Rohstoffe und Materialien bleiben dauerhaft im Kreislauf, ohne als Abfall zu enden.
Das Konzept basiert auf drei Kernprinzipien der Kreislaufwirtschaft, die auf die Modeindustrie übertragen werden: Erstens Design für Langlebigkeit und Wiederverwertbarkeit, zum Beispiel durch einfache Materialtrennbarkeit und schadstofffreie Färbemittel. Zweitens Nutzungsverlängerung durch Reparatur, Weiterverkauf und Sharing-Modelle. Drittens werkstoffliches Recycling am Ende der Nutzungsphase. Textile Exchange und die Ellen MacArthur Foundation haben massgebliche Rahmenwerke entwickelt, die zeigen, wie ein vollständig kreislauffähiges Textilindustrie-Modell aussehen könnte. Derzeit stammen weniger als 8 % der Textilfasern aus recycelten Quellen: das Potenzial für Circular Fashion ist also enorm.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet Circular Fashion vor allem: Kleidung länger tragen, reparieren lassen statt wegwerfen, Secondhand bevorzugen und beim Neukauf auf recycelbare Materialien und Transparenz in der Lieferkette achten. Zertifikate wie GOTS oder der Grüne Knopf geben Orientierung. Circular Fashion ist eng verwandt mit Slow Fashion und der Kreislaufwirtschaft, geht aber noch einen Schritt weiter: Sie denkt bereits beim Design an das Ende des Produktlebens.
Auch bekannt als
- kreislauffähige Mode
- Kreislaufmode
- zirkuläre Mode