Body Neutrality
Body Neutrality ist eine psychologische Haltung, den eigenen Körper nicht nach Aussehen zu bewerten, sondern nach dem, was er ermöglicht: neutral statt positiv oder negativ.
Body Neutrality beschreibt einen nicht wertenden Umgang mit dem eigenen Körper: Weder muss er geliebt noch abgelehnt werden. Im Mittelpunkt steht nicht das Aussehen, sondern die Funktion: was der Körper ermöglicht, leisten kann, fühlt und trägt. Diese Haltung grenzt sich damit von Body Positivity ab, die aktive Selbstliebe und das Gefühl propagiert, schön zu sein, unabhängig von gesellschaftlichen Schönheitsnormen. Body Neutrality macht das Aussehen schlicht weniger wichtig.
Psychologisch kann der Ansatz zugänglicher sein als radikale Selbstliebe: Nicht alle Menschen können überzeugend empfinden, dass sie ihren Körper lieben: gerade nach Jahren negativer Körperwahrnehmung. Body Neutrality verlangt keine Liebe, sondern Akzeptanz. Eine 2025 im Fachjournal Scientific Reports veröffentlichte Studie zeigte, dass sowohl Body Positivity als auch Body Neutrality mit positivem Körperbild und Selbstwert assoziiert sind, Body Neutrality aber enger mit Achtsamkeit zusammenhängt.
Im Bereich Mode und Konsum hat Body Neutrality praktische Konsequenzen: Kleidung wird nicht mehr danach gewählt, ob sie einen Körper besser oder schlechter aussehen lässt, sondern nach dem, was sie ermöglicht: Bewegung, Wohlbefinden, Ausdruck. Das stärkt einen bewussteren, weniger impulsgesteuerten Umgang mit Mode und verbindet sich natürlich mit den Ideen der Slow Fashion und einer Capsule Wardrobe.
Auch bekannt als
- Körperneutralität
- neutrale Körperhaltung
- body neutral