Athleisure
Modetrend, der Sportkleidung und Alltagsmode vereint: funktionale Stücke wie Leggings, Hoodies oder Sneaker werden als vollwertige Outfits für Freizeit, Büro und Stadt getragen.
Athleisure ist ein zusammengesetztes Wort aus Athletic (sportlich) und Leisure (Freizeit) und beschreibt einen Modetrend, bei dem Sportbekleidung nicht mehr nur beim Sport, sondern als Teil des alltäglichen Outfits getragen wird. Leggings, Jogginghosen, Hoodies, Sporttops und Sneaker sind typische Athleisure-Stücke: und sie sind ebenso oft in der Stadt, im Café oder im Home-Office zu sehen wie im Fitnessstudio. Der Trend gewann Mitte der 2010er Jahre an Fahrt und wurde durch die COVID-19-Pandemie weiter beschleunigt, als Komfort für viele Menschen Priorität hatte.
Was Athleisure von klassischer Sportkleidung unterscheidet, ist der Anspruch an Design und Ästhetik: Die Stücke sollen funktional und technisch hochwertig sein: feuchtigkeitsableitend, dehnbar, langlebig: aber gleichzeitig modisch genug, um problemlos mit anderen Kleidungsstücken kombiniert werden zu können. Moderne Textiltechnologien, die Fasern wie recyceltes Polyester, Elasthan und Merinowolle ermöglichen, haben diesen Trend erst möglich gemacht. Aus Nachhaltigkeitsperspektive birgt Athleisure ein Potenzial: Wer vielseitig einsetzbare, langlebige Stücke kauft, braucht insgesamt weniger Kleidung.
Athleisure steht in einem Spannungsfeld mit nachhaltiger Mode. Einerseits fördern Langlebigkeit und Vielseitigkeit den Slow Fashion Gedanken. Andererseits sind synthetische Sportfasern: insbesondere herkömmliches Polyester und Nylon: ressourcenintensiv in der Herstellung und setzen beim Waschen Mikroplastik frei. Wer Athleisure nachhaltig leben möchte, achtet auf zertifizierte Recyclingmaterialien, langlebige Verarbeitung und eine Capsule Wardrobe Haltung: wenige, hochwertige Stücke statt viele günstige.
Auch bekannt als
- Active Wear
- Sportmode
- Sport-Lifestyle-Mode
- Activewear