Anhydrisch

Anhydrische Kosmetik enthält kein zugesetztes Wasser und basiert auf Ölen, Buttern, Wachsen oder Pulvern: oft konzentrierter und ohne klassische Konservierungsstoffe.

Der Begriff anhydrisch stammt aus dem Griechischen (an = ohne, hydor = Wasser) und bezeichnet Formulierungen, die kein freies Wasser enthalten. Typische Grundstoffe sind pflanzliche Öle, Butter wie Sheabutter oder Kakaobutter, Wachse sowie Pulver und Pigmente. Da Wasser fehlt, muss keine Öl-Wasser-Emulsion stabilisiert werden: anhydrische Produkte sind daher in ihrer Zusammensetzung oft überschaubar und verarbeiten höhere Wirkstoffkonzentrationen als vergleichbare wasserhaltige Formulierungen.

Ein entscheidender Vorteil liegt bei der Konservierung: Ohne freies Wasser haben Mikroorganismen keine ausreichende Grundlage zum Wachstum. Anhydrische Produkte haben einen sehr niedrigen aw-Wert (Wasseraktivität) und gelten deshalb meist als selbstkonservierend: klassische Konservierungsstoffe wie Parabene oder Phenoxyethanol sind in der Regel nicht nötig. Das macht sie besonders für Naturkosmetik und für Menschen mit empfindlicher Haut interessant.

Typische anhydrische Produktformen sind feste Sticks, Salben, Lippenbalsame, Reinigungsbalme, Körperbutter, Puder und Haaröle. Auch festes Shampoo und feste Körperpflege fallen oft in diese Kategorie. Aus Nachhaltigkeitsperspektive punkten anhydrische Produkte doppelt: Kein Wasser im Produkt bedeutet weniger Verpackungsgewicht und einen geringeren Wasserverbrauch in der Produktion.

Auch bekannt als

  • wasserlos
  • wasserfrei
  • wasserlose Kosmetik
  • Anhydrous Beauty
  • waterless