AHA (Fruchtsäure)

Alpha-Hydroxysäuren (AHA) sind wasserlösliche organische Säuren, die in der Kosmetik als chemische Peelingwirkstoffe eingesetzt werden. Sie lösen die Bindungen zwischen abgestorbenen Hornhautzellen und fördern so die Zellerneuerung für ein glatteres, strahlendes Hautbild.

AHA ist der Oberbegriff für eine Gruppe wasserlöslicher Säuren, die in der Hautpflege chemisch exfoliieren. Zu den häufigsten zählen Glycolsäure (aus Zuckerrohr, kleinste Molekülgröße, tiefste Wirkung), Milchsäure (aus Milch oder fermentierter Basis, milder und feuchtigkeitsbindend), Mandelsäure (aus Bittermandeln, sehr mild, für empfindliche Haut) sowie Wein- und Zitronensäure. AHA wirken hauptsächlich an der Hautoberfläche und im oberen Bereich der Epidermis.

AHA eignen sich besonders für trockene, dunkle oder sonnengeschädigte Haut, da sie neben der Exfoliation auch feuchtigkeitsbindende Eigenschaften haben. Regelmäßige Anwendung kann Pigmentflecken aufhellen, die Hautstruktur verfeinern und die Kollagenproduktion anregen. Wichtig: AHA erhöhen die UV-Empfindlichkeit der Haut: nach der Anwendung ist konsequenter Sonnenschutz Pflicht. Beim Einstieg in AHA-Produkte sollte man niedrig konzentriert beginnen (5 bis 7 %) und die Häufigkeit langsam steigern.

In der EU ist der Einsatz von AHA in Kosmetika durch die Kosmetikverordnung geregelt: In Leave-on-Produkten gilt ein Höchstgehalt von 10 % bei einem pH-Wert von mindestens 3,5. Bei höheren Konzentrationen müssen Produkte entsprechend gekennzeichnet sein. In der Naturkosmetik werden AHA aus pflanzlichen oder fermentierten Quellen bevorzugt. Wer AHA kombinieren möchte, sollte nicht gleichzeitig Retinol oder andere starke Wirkstoffe verwenden: eine strukturierte Routine wie Skin Cycling hilft dabei.

Auch bekannt als

  • Alpha-Hydroxysäure
  • Fruchtsäure
  • Glycolsäure
  • Milchsäure
  • Mandelsäure
  • Weinsäure
  • Zitronensäure

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