Recyceltes Polyester (rPET) und seine Vor- und Nachteile
Recyceltes Polyester (rPET) erklärt: Herstellung, Umweltvorteile, Mikroplastik-Problem und worauf du beim Kauf achten solltest. Fakten statt...
Jedes Kleidungsstück beginnt mit einem Material. Ob pflanzlich, tierisch oder synthetisch: Die Wahl der Faser bestimmt, wie nachhaltig ein Textil wirklich ist.
Hier findest du alle Materialien, die in der fairen Mode eine Rolle spielen. Für jede Faser erklären wir Herkunft, Eigenschaften und worauf du beim Kauf achten solltest.
Naturfasern aus Pflanzen: nachwachsend, biologisch abbaubar, vielseitig einsetzbar.
Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau ohne Pestizide oder synthetische Düngemittel
Naturfaser aus der Flachspflanze, die seit Jahrtausenden genutzt wird und zu den nachhaltigsten Textilfasern gilt: wassersparend im Anbau, biologisch abbaubar und ohne Bewässerung kultivierbar.
Vielseitige Nutzpflanze aus der Familie der Hanfgewächse, die ohne Pestizide und mit minimalem Wasserverbrauch angebaut werden kann. Hanffasern gelten als eine der nachhaltigsten Textilfasern überhaupt: von der Ernte bis zur biologisch abbaubaren Faser.
Kork ist die nachwachsende Rinde der Korkeiche (Quercus suber), die alle 9 bis 12 Jahre schonend geerntet werden kann, ohne den Baum zu fällen: ein natürliches Material mit herausragenden ökologischen Eigenschaften.
Natürliche Pflanzenfaser aus der Schale der Kokosnuss (Coir), die biologisch abbaubar, feuchtigkeitsbeständig und sehr robust ist und in Heimtextilien, Geotextilien und als torffreies Pflanzsubstrat Verwendung findet.
Aus Holz gewonnene Fasern, die Natürlichkeit mit technischer Verarbeitung verbinden.
Markenname des österreichischen Unternehmens Lenzing für Lyocell- und Modal-Fasern aus nachhaltig bewirtschaftetem Holz, hergestellt in einem nahezu geschlossenen Kreislaufverfahren.
Zellulosefaser aus nachhaltig bewirtschaftetem Holz, die in einem nahezu vollständig geschlossenen Kreislaufprozess mit dem Lösungsmittel NMMO hergestellt wird
Weiterentwickelte Viskosefaser aus Buchenholzzellulose, die durch einen höheren Polymerisationsgrad besonders weich, widerstandsfähig und weniger schrumpfanfällig ist als konventionelle Viskose.
Halbsynthetische Chemiefaser aus natürlicher Zellulose (Holz oder Bambus), die biologisch abbaubar ist, aber in der konventionellen Herstellung chemisch intensive und oft umweltbelastende Prozesse erfordert.
Markenname der Lenzing AG für nachhaltige Viskosefasern aus FSC- oder PEFC-zertifiziertem Holz, hergestellt in einem geschlossenen Kreislaufprozess mit bis zu 50 Prozent geringerem Wasser- und Energieverbrauch als konventionelle Viskose.
Wolle, Seide und Co.: hochwertig, aber mit Fragen zu Tierwohl und Alternativen.
Natürliche Tierfaser vom Schaf, die nachwachsend, biologisch abbaubar und mikroplastikfrei ist: deren Nachhaltigkeit jedoch stark von Tierhaltungsbedingungen und Produktionsstandards abhängt.
Besonders feine Wolle vom Merinoschaf mit außergewöhnlichen Temperaturregulierungs- und Geruchshemmeigenschaften, die jedoch durch das Mulesing-Verfahren ethisch umstritten ist.
Edle Naturfaser, die aus dem Unterfell der Kaschmirziege gewonnen wird und für ihre außergewöhnliche Weichheit und Wärme bekannt ist. Die begrenzte Verfügbarkeit und problematische Massenproduktion machen Kaschmir zu einem Nachhaltigkeitsthema.
Natürliche Proteinfaser, die aus den Kokons der Seidenraupe gewonnen wird und für ihren charakteristischen Glanz und die weiche Haptik bekannt ist. Konventionelle Seidenproduktion ist mit Tierschutzfragen verbunden, während Peace Silk eine tierfreundliche Alternative bietet.
Weiche Unterfedern von Gänsen und Enten, die als hochwirksames Dämmmaterial in Jacken, Schlafsäcken und Bettdecken verwendet werden. Tierschutzkonforme Gewinnung und Transparenz in der Lieferkette sind entscheidend für eine nachhaltige Wahl.
Aus tierischer Haut hergestelltes Material, das durch Gerbung haltbar gemacht wird und in Mode, Schuhen und Accessoires weit verbreitet ist. Konventionelles Leder ist mit erheblichen Umwelt- und Tierschutzproblemen verbunden.
Kunstfasern, ihre Probleme und wie Recycling neue Wege schafft.
Synthetische Kunstfaser auf Erdölbasis, die mit etwa 60 Prozent Marktanteil die meistverwendete Textilfaser weltweit ist und beim Waschen Mikroplastik in die Umwelt abgibt.
Recyceltes Polyester (rPET) ist eine Textilfaser, die durch Einschmelzen und Verspinnen von Altkunststoffen: hauptsächlich PET-Flaschen: oder gebrauchten Textilien gewonnen wird.
Erste vollsynthetische Kunstfaser der Welt, 1935 von DuPont entwickelt, die zur Gruppe der Polyamidfasern gehört und wegen Mikroplastikabgabe und hohem Energieverbrauch in der Herstellung ökologisch problematisch ist.
Hochelastische synthetische Kunstfaser aus Polyurethan, die sich um bis zu 700 Prozent dehnen lässt und als Beimischung in nahezu allen Stretchgeweben vorkommt, aber das Recycling von Mischgeweben erheblich erschwert.
Weicher, flauschiger Stoff aus Synthetikfasern oder recyceltem Material, der für seine Wärme bei geringem Gewicht bekannt ist. Konventioneller Fleece setzt beim Waschen Mikroplastik frei, recycelter Fleece aus PET-Flaschen verbessert die Ökobilanz deutlich.
Synthetische oder pflanzlich basierte Alternative zu echtem Leder, die ohne Tierhaut auskommt. Je nach Herstellung reicht die Nachhaltigkeitsbilanz von problematischem PU-Kunststoff bis zu innovativen Materialien aus Pflanzenfasern.
Materialien richtig behandeln: damit Lieblingsstücke lange halten.
Robuster Köperbindungs-Baumwollstoff, der ursprünglich für Arbeitskleidung entwickelt wurde und heute als Grundmaterial für Jeans und viele weitere Modeartikel gilt. Die konventionelle Denim-Produktion gehört zu den wasserintensivsten und chemikalienreichsten in der Modeindustrie.
Mischgewebe sind Textilien aus mindestens zwei verschiedenen Faserarten: etwa Baumwolle-Polyester oder Wolle-Elasthan: die kombiniert werden, um bestimmte Trageigenschaften zu erzielen, aber das Recycling erheblich erschweren.
Pilling bezeichnet die Bildung kleiner Knötchen oder Faserbällchen auf der Oberfläche von Textilien, die durch mechanische Reibung im Alltag und beim Waschen entstehen. Es ist ein häufiges Qualitätsmerkmal, das das Erscheinungsbild von Kleidungsstücken beeinträchtigt.
Einlaufen bezeichnet das Schrumpfen von Textilien beim Waschen oder Trocknen, das durch Wärme, Wasser und mechanische Beanspruchung ausgelöst wird. Es ist besonders bei Naturfasern wie Wolle, Baumwolle und Leinen zu beachten und lässt sich durch die richtige Wäschepflege minimieren.
Elastischer Strickstoff, der durch seine Maschenstruktur in alle Richtungen dehnbar ist und daher besonders bequem und körpernah trägt. Jersey ist eine der meistgenutzten Stoffarten in der Bekleidungsindustrie: von T-Shirts bis zu Kleidern.
Leichtes, locker gewebtes Baumwollgewebe in Leinwandbindung mit weich gedrehten Garnen, das durch seinen charakteristischen Crinkle-Look, hohe Atmungsaktivität und sanfte Textur besticht.
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