Auf vielen Tiegeln und Tuben steht ein Versprechen, das beruhigend klingt und fast nie erklärt wird. Ohne Konservierungsstoffe. Wer Naturkosmetik kauft, liest das gern als Qualitätsmerkmal, und manchmal ist es das auch. Häufiger ist es eine stark verkürzte Aussage über eine Rezeptur, die sehr wohl vor Keimen geschützt sein muss, weil sie sonst nach wenigen Tagen ein Problem wäre.
Für diesen Artikel wollten wir zuerst wissen, was ein Hersteller einer wasserhaltigen Creme überhaupt einsetzen darf, wenn die üblichen Konservierungsstoffe der konventionellen Kosmetik wegfallen. Die Antwort steht nicht im Marketing, sondern in zwei Listen, einer geschlossenen im EU-Recht und einer noch kürzeren in den Standards der Naturkosmetik-Siegel. Beide haben wir im Original gelesen, und beide sind kürzer, als man annehmen würde.
Der Text geht der Reihe nach durch, warum jede Rezeptur mit Wasser geschützt werden muss, was die EU dazu vorschreibt, welche Stoffe zertifizierte Naturkosmetik tatsächlich einsetzt, warum Parabene und Formaldehydabspalter dort nicht auftauchen und wie die Angabe ohne Konservierungsstoffe auf einer Packung zu lesen ist. Am Ende steht, was du selbst tun kannst, damit ein Produkt so lange hält, wie es soll.
Warum jede Rezeptur mit Wasser geschützt werden muss
Wasser ist der Grund. Eine Übersichtsarbeit in der Fachzeitschrift Molecules formuliert es nüchtern. Jedes Produkt, das Wasser sowie organische oder anorganische Verbindungen enthält, braucht Schutz vor mikrobieller Kontamination, damit Verbraucher sicher sind und das Produkt überhaupt eine brauchbare Haltbarkeit bekommt. Das gilt für eine zertifizierte Bio-Creme genauso wie für eine Drogeriecreme, denn Mikroorganismen interessiert nicht, welches Siegel auf der Schachtel klebt.[1]
Wie viel Wasser tatsächlich in einer Rezeptur steckt, überrascht viele. NATRUE zu Wasser in Kosmetik beziffert den Anteil je nach Produktkategorie im Schnitt auf 60 bis 85 Prozent, bei Produkten zum Abspülen wie Haarpflege oder Duschgel auf bis zu 95 Prozent. Eine Creme ist also in erster Linie Wasser, in dem Fette, Wirkstoffe und Pflanzenauszüge verteilt sind. Genau diese Mischung aus Feuchtigkeit, Nährstoffen und Raumtemperatur ist ein guter Nährboden.
Was ohne Schutz passiert, beschreibt eine Übersichtsarbeit im Fachblatt Contact Dermatitis. Kosmetik mit hohem Wasseranteil ist kontaminationsgefährdet, und in verunreinigten Produkten finden sich häufig Keime wie Staphylococcus aureus und Pseudomonas aeruginosa. Das sind keine harmlosen Verderbniskeime, sondern Krankheitserreger, und die Arbeit hält fest, dass ein verkeimtes Produkt die Gesundheit der Anwendenden gefährden kann. Ein verdorbenes Produkt ist damit kein ästhetisches Problem, sondern ein hygienisches.[2]
Der Schutz muss außerdem nicht nur bis zum Verkauf halten, sondern die gesamte Anwendungszeit über. Eine Untersuchung gebrauchter Kosmetikprodukte an der Aston University fand in 79 bis 90 Prozent aller untersuchten Produkte Bakterien. Am stärksten belastet waren Schwämmchen zum Auftragen von Make-up mit im Mittel über einer Million koloniebildender Einheiten pro Milliliter, wobei 93 Prozent dieser Schwämmchen nie gereinigt worden waren. Die Produkte kamen aus normalen Haushalten und waren zum Zeitpunkt der Abgabe schlicht in Gebrauch.[3]

Was die EU-Kosmetikverordnung vorschreibt
Kosmetik ist in der EU kein Graubereich. Die Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 ist der verbindliche Rechtsrahmen, und für Konservierungsstoffe gilt darin eine Besonderheit. Sie sind nicht einzeln verboten, sondern einzeln erlaubt. Die Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung zu Methylisothiazolinon fasst das in einem Satz zusammen. Im Anhang V sind die Konservierungsstoffe gelistet, die als Inhaltsstoffe für kosmetische Mittel zugelassen sind.[4]
Eine solche Positivliste dreht die übliche Logik um. Was dort nicht steht, darf nicht als Konservierungsstoff eingesetzt werden, ganz gleich wie natürlich oder wie neu es ist. Zu jedem Eintrag gehören zusätzlich Höchstmengen und oft Einschränkungen auf bestimmte Produktarten. Dieselbe Stellungnahme nennt zwei Beispiele aus der Praxis. Methylisothiazolinon steht unter der laufenden Nummer 57 mit höchstens 0,01 Prozent in der gebrauchsfertigen Zubereitung, das Gemisch aus Methylchlorisothiazolinon und Methylisothiazolinon unter Nummer 39 mit 0,0015 Prozent.[4]
Mit der Liste allein ist es allerdings nicht getan. Ein Hersteller muss zusätzlich belegen, dass seine konkrete Rezeptur mikrobiell hält, denn dieselbe Menge desselben Stoffs wirkt in zwei Formulierungen unterschiedlich gut. Die Übersichtsarbeit in der Fachzeitschrift Molecules beschreibt den üblichen Weg dorthin, nämlich gute Herstellungspraxis, Kontrolle der Rohstoffe und die Prüfung der konservierenden Wirkung mit geeigneten Methoden einschließlich des Challenge-Tests. Bei diesem Test wird die fertige Rezeptur gezielt mit definierten Keimen beimpft, danach wird über Wochen gemessen, ob die Keimzahl fällt. Ein gutes Konservierungssystem schützt dabei sowohl die ungeöffnete Verpackung als auch den geöffneten Behälter über die gesamte Anwendungsdauer.[1]
Welche Konservierungsstoffe zertifizierte Naturkosmetik einsetzen darf
Hier trennt sich zertifizierte Naturkosmetik technisch von konventioneller. Die Siegel arbeiten mit einer zweiten, deutlich kürzeren Positivliste innerhalb der EU-Liste. Im Appendix V des COSMOS-Standards steht die Auswahl der Konservierungsstoffe petrochemischen Ursprungs vollständig, und sie umfasst genau fünf Einträge.
- Benzoesäure und ihre Salze, auf der Inhaltsstoffliste als Benzoic Acid oder Sodium Benzoate.
- Sorbinsäure und ihre Salze, deklariert als Sorbic Acid oder Potassium Sorbate.
- Benzylalkohol, deklariert als Benzyl Alcohol.
- Dehydracetsäure und ihre Salze, deklariert als Dehydroacetic Acid oder Sodium Dehydroacetate.
- Salicylsäure und ihre Salze, deklariert als Salicylic Acid.
Der Standard formuliert diese Liste ausdrücklich als abschließend. Andere Inhaltsstoffe mit petrochemischen Anteilen dürfen nicht verwendet werden. Interessant ist der Zusatz, dass diese fünf Einträge nur vorübergehend erlaubt sind, bei jeder Revision überprüft werden und wieder verschwinden sollen, sobald es passende Alternativen gibt. Biologisch zertifizieren lassen sie sich ohnehin nicht. Das ist keine Bequemlichkeit, sondern ein offen erklärtes Zugeständnis an die Praxis.
NATRUE kommt über eine andere Systematik zum selben Ergebnis. Die NATRUE-Kriterien in Version 3.9 lassen zur Konservierung von Naturkosmetik nur solche Stoffe zu, die als naturidentisch oder als derived natural in Annex 4 gelistet sind, und zwar zusätzlich in Übereinstimmung mit Anhang V der EU-Kosmetikverordnung. Das ist ein doppelter Filter. Erst muss ein Stoff EU-rechtlich als Konservierungsstoff zugelassen sein, dann muss er die Herkunftsanforderungen des Siegels erfüllen.[5]
Neben diesen deklarierten Konservierungsstoffen arbeiten Naturkosmetik-Rezepturen mit Stoffen, die mehrere Aufgaben gleichzeitig übernehmen. Ethanol ist der bekannteste davon. In ausreichender Menge macht er eine Rezeptur mikrobiell stabil, ohne dass ein Konservierungsstoff im rechtlichen Sinn zugesetzt wird. Dazu kommen Multifunktionsstoffe wie Anissäure oder Levulinsäure, die meist als Sodium Anisate und Sodium Levulinate auf der Liste stehen. Das Technical document on cosmetic claims beschreibt genau diese Konstellation, nämlich Inhaltsstoffe mit mehreren Funktionen, unter denen sich auch die schützende Wirkung gegen Mikroorganismen befindet, ohne dass der Stoff in Anhang V geführt wäre. Als Beispiel nennt das Dokument Alkohol.

Warum Parabene und Formaldehydabspalter dort fehlen
Wer die kurze Naturkosmetik-Liste mit dem restlichen Markt vergleicht, sieht schnell, was dort nicht auftaucht. Die Übersichtsarbeit im Fachblatt Contact Dermatitis beschreibt den konventionellen Kosmetikmarkt als von wenigen Konservierungsstoffen dominiert, nämlich Parabenen, Formaldehyd und Formaldehydabspaltern sowie dem Gemisch aus Methylchlorisothiazolinon und Methylisothiazolinon. Keiner dieser Stoffe steht in Appendix V des COSMOS-Standards, und keiner erfüllt die Herkunftsanforderungen von NATRUE.
Dass sie fehlen, ist eine Entscheidung der Standards, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgeht, und der Unterschied ist wichtig. Dieselbe Übersichtsarbeit hält fest, dass in der EU und den USA alle Konservierungsstoffe von Fachausschüssen auf ihre Sicherheit bewertet werden müssen. In der EU stehen die zugelassenen Stoffe zudem in der Positivliste von Anhang V.[4] [6]
Die Siegel schließen Parabene aus, weil sie petrochemischen Ursprungs sind und weil ihre Listen von vornherein nach Herkunft aufgebaut sind, nicht weil ein bewerteter Stoff automatisch gefährlich wäre. In der Werbung verschwimmt diese Unterscheidung regelmäßig zu einem schlichten Gefahrensignal.
Dass die Kritik an einzelnen Stoffen trotzdem ihre Berechtigung hat, zeigt der Fall Methylisothiazolinon. Die Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung zu Methylisothiazolinon dokumentiert, wie der Informationsverbund Dermatologischer Kliniken einen Anstieg allergischer Reaktionen auf diesen Stoff von 1,9 Prozent im Jahr 2009 auf 4,4 Prozent im Jahr 2011 verzeichnete. Das Institut hielt daraufhin eine gesundheitliche Gefährdung von Verbrauchern für möglich und empfahl eine Neubewertung auf europäischer Ebene. Diese Stellungnahme stammt von 2013, und wie Anhang V heute im Detail aussieht, haben wir für diesen Text nicht Eintrag für Eintrag nachgeprüft.
Einen zweiten Punkt macht die Arbeit aus Contact Dermatitis, der selten erzählt wird. Die Konzentration desselben Konservierungsstoffs schwankt zwischen vergleichbaren Produkten stark, was auf Überkonservierung hindeuten kann. Wie wirksam Konservierungsstoffe in Kosmetik sind, haben nur sehr wenige Studien untersucht, ihre Ergebnisse deuten aber darauf hin, dass wirksame Konservierung deutlich unterhalb der zugelassenen Höchstmengen erreichbar ist. Da eine Kontaktallergie dosisabhängig entsteht, sehen die Autoren in Überkonservierung ein mögliches Risiko für häufigere Kontaktallergien, gemessen haben sie das nicht.[7]
Wie ohne Konservierungsstoffe auf der Packung zu lesen ist
Damit zurück zur Aussage vom Anfang. Sie ist nicht frei erfunden, aber sie ist enger geregelt, als die meisten annehmen. Das Technical document on cosmetic claims, eine Auslegungshilfe zu den EU-Kriterien für Werbeaussagen, hält fest, dass die Aussage frei von Konservierungsstoffen nicht verwendet werden soll, wenn ein Produkt Inhaltsstoffe mit schützender Wirkung gegen Mikroorganismen enthält, die nicht in Anhang V der Verordnung 1223/2009 stehen, zum Beispiel Alkohol. Eine Ausnahme ist möglich, wenn der Hersteller belegen kann, dass der Stoff zum Schutz des Produkts nichts beiträgt, etwa über einen Challenge-Test der Rezeptur ohne diesen Stoff.[8]
Dasselbe Dokument räumt mit einem zweiten Muster auf, das in der Naturkosmetikwerbung häufig vorkommt. Die Formulierung "arm an Allergenen, weil ohne Konservierungsstoffe" gilt dort als unlauter, weil sie unterstellt, alle Konservierungsstoffe seien allergen. Das sind sie nicht, und für die fünf Stoffe der COSMOS-Liste gilt das genauso wie für die anderen.[8]
Es gibt allerdings Produkte, bei denen die Aussage schlicht zutrifft. Wo kein Wasser ist, wächst nichts. Reine Öle, Balme, feste Shampoos, Seifen und trockene Peelings brauchen deshalb keinen zugesetzten Konservierungsstoff. NATRUE zu Wasser in Kosmetik beschreibt genau diesen Weg, wenn feste Produkte die Formel konzentrieren und den Wasseranteil verringern oder ganz streichen. Der Haken liegt in der Anwendung. Kommt Wasser hinein, etwa über nasse Finger oder den Duschstrahl, entsteht in der Packung genau die Umgebung, die vorher fehlte.
Zwischen ganz ohne Wasser und voll konserviert liegt ein drittes Feld, in dem die Verpackung einen Teil der Arbeit übernimmt. Die Übersichtsarbeit in der Fachzeitschrift Molecules ordnet Tiegel und Flaschen als kontaminationsanfällig ein, während geschlossene Systeme mit Airless-Pumpen schwerer zugänglich sind, und beschreibt die Kombination mehrerer Schutzfaktoren als Hurdle Technology. Ein Airless-Spender, eine kleine Füllmenge und ein sparsam dosierter Konservierungsstoff tragen das Produkt gemeinsam. Kein Faktor allein würde reichen, deshalb ist die Frage nach dem einen guten Konservierungsstoff meist die falsche Frage.[9]

Was du im Alltag tun kannst
Zwei Angaben auf der Packung helfen weiter, und beide werden regelmäßig übersehen. Die Angaben des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zu Haltbarkeitsdaten erklären den Zusammenhang. Kosmetische Mittel mit einer Mindesthaltbarkeit von mehr als 30 Monaten brauchen kein Mindesthaltbarkeitsdatum. An dessen Stelle tritt das Symbol des geöffneten Tiegels, das angibt, wie lange das Mittel nach dem Öffnen sicher und ohne Schaden für den Verbraucher verwendet werden kann. Ist dieses Konzept nicht relevant, etwa bei Einmalpackungen oder versiegelten Behältnissen, entfällt auch diese Angabe.[10]
Die Zahl im Tiegelsymbol, zum Beispiel zwölf für zwölf Monate, läuft ab dem Tag, an dem du das Produkt öffnest, nicht ab dem Kaufdatum. Bei Naturkosmetik lohnt es sich, diese Angabe ernst zu nehmen, weil die zulässigen Konservierungssysteme schmaler sind als in der konventionellen Kosmetik. Ein Datum mit wasserfestem Stift auf dem Boden der Packung erspart dir später das Rätselraten.
- Kühl und dunkel lagern. Wärme und Licht beschleunigen sowohl das Ranzigwerden der Fette als auch das Keimwachstum. Das Fensterbrett und die Ablage über der Heizung sind die schlechtesten Plätze.
- Nicht mit den Fingern in den Tiegel greifen. Ein kleiner Spatel bringt mehr Haltbarkeit als jeder zusätzliche Konservierungsstoff.
- Deckel konsequent schließen und Produkte nicht offen in der Dusche stehen lassen, wo Wasser hineinspritzt.
- Kleine Gebinde kaufen, wenn du ein Produkt selten benutzt. Ein halbvoller Tiegel altert genauso weiter wie ein voller.
- Beim ersten Zweifel aufhören. Veränderter Geruch, eine aufgetrennte Emulsion, veränderte Farbe oder plötzlich andere Konsistenz sind Gründe, ein Produkt nicht weiter im Gesicht oder in der Augenpartie zu benutzen.
Auf diese Zeichen verlassen kannst du dich allerdings nicht. Die Untersuchung gebrauchter Kosmetikprodukte an der Aston University fand ihre Keime in Produkten, die in den Haushalten ganz normal weiterbenutzt wurden. Aufgefallen war den Besitzerinnen und Besitzern daran offenbar nichts, sonst wären die Produkte nicht in Gebrauch geblieben. Die Angabe im Tiegelsymbol ist deshalb die verlässlichere Größe als der eigene Eindruck.[3]
Besonders heikel ist selbst gerührte Kosmetik, und das hat wenig mit Können zu tun. In einer Küche lassen sich weder sterile Gefäße noch definierte Rohstoffqualitäten sicherstellen, und einen Challenge-Test kann zu Hause niemand fahren. Der Hinweis des Industrieverbands Körperpflege- und Waschmittel zu selbst gemachter Kosmetik lautet entsprechend, dass solche Rezepturen in der Regel keine Stoffe zur Konservierung enthalten, deshalb schneller verderben und im Kühlschrank gelagert sowie zügig aufgebraucht werden sollten. Der Verband vertritt die Hersteller und ist damit nicht neutral, an dieser Stelle deckt sich seine Aussage aber mit der Fachliteratur. Wer selbst rührt, fährt mit wasserfreien Rezepturen am sichersten, also mit Ölmischungen, Balmen und Peelings auf Zuckerbasis. Ideen dafür stehen in unserem Text zu selbst gemachter Naturkosmetik.[11]
Häufige Fragen zur Konservierung von Naturkosmetik
Braucht Naturkosmetik überhaupt Konservierungsstoffe?
Welche Konservierungsstoffe sind in zertifizierter Naturkosmetik erlaubt?
Was bedeutet ohne Konservierungsstoffe auf einer Packung wirklich?
Wie lange hält geöffnete Naturkosmetik?
Worauf du beim nächsten Tiegel schaust
Konservierung ist die Stelle, an der Naturkosmetik technisch am meisten leisten muss, und sie steht nicht im Widerspruch zum Anspruch der Siegel. Sie ist Teil davon. Wer verstanden hat, dass Anhang V eine geschlossene Liste ist und die Standards davon noch einmal eine kurze Teilmenge nehmen, liest die Angabe ohne Konservierungsstoffe künftig als das, was sie ist. Als Aussage über eine Deklaration, nicht als Aussage über den Schutz des Produkts.
Der konkrete erste Schritt kostet dich zwei Minuten. Dreh das Produkt um, das du gerade benutzt, und schau nach dem Symbol des geöffneten Tiegels und nach den letzten Einträgen der Inhaltsstoffliste. Dort stehen die Konservierungsstoffe, weil sie in kleiner Menge eingesetzt werden. Wer beim Lesen solcher Listen noch unsicher ist, findet den Einstieg in unserem Text zu INCI-Listen ohne Angst vor langen Namen, und wer weiterlesen möchte, welche Annahmen über Naturkosmetik sonst noch wackeln, findet sie im Faktencheck zu Naturkosmetik-Mythen.
Quellen und Belege
Hier stehen die zugeordneten Aussagen und ihre Quellen. Ob und wie eine Aussage geprüft wurde, steht auf ihrer eigenen Seite.